Dokumentarfilm: Der lange Abschied von der Kohle

Marburg 9.10.2017 (pm/red) Im Dezember 2018 werden in Deutschland, nach 150 Jahren, die letzten beiden Zechen geschlossen, in denen Steinkohle abgebaut wird. Zu diesem Zeitpunkt wird ein Stück Industriegeschichte beendet sein. Und auch eine Ära, …

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Hessisches Landesmuseum Kassel wiedereröffnet

Am Brüder-Grimm-Platz in Kassel, wo die Wilhelmshöher Allee beginnt, findet sich das Hessische Landesmuseum Kassel, aufnahme vom Sommer 2016. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Am Brüder-Grimm-Platz in Kassel, wo die Wilhelmshöher Allee beginnt, findet sich das Hessische Landesmuseum Kassel. Aufnahme vom Sommer 2016. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Marburg 29.11.2016 (yb) Am letzten Novemberfreitag gab es die offizielle Eröffnung des Hessischen Landesmuseum in Kassel in Anwesenheit von Wissenschaft und Kunst Minister Boris Rhein und einer großen Zahl von Eröffnungsgästen. Es folgte ein lebhaftes Eröffnungswochenende mit über 3.500 Besuchern bei freiem Eintritt. Geboten wurde ein vielfältiges Begleitprogramm für große und kleine Besucher. Der neue Museumsalltag kann nunmehr nach achtjähriger Schließung jetzt in das Hessische Landesmuseum Kassel einkehren. Das große Gebäude mit seinem herausragenden Turm in der markanten Lage in der Sichtachse der Königsstraße bietet auf rund 3.800 Quadratmetern Ausstellungsfläche eine komplett neu konzipierte und gestalte Präsentation seiner vielfältigen Bestände.

In einem der beiden überdachten Innenhöfe finden sich landwirtschaftliche Gerätschaften ausgestellt, mit denen die fortschreitende Mechanisierung der Landwirtschaft ab dem 19. Jahrhundert anschualich wird. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

In einem der beiden überdachten Innenhöfe finden sich landwirtschaftliche Gerätschaften ausgestellt, mit denen die fortschreitende Mechanisierung der Landwirtschaft ab dem 19. Jahrhundert anschaulich wird. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Für die bauliche und denkmalgerechte Instandsetzung hat das Land Hessen als Träger der Museumslandschaft Hessen-Kassel (mhk) 31.3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Museumsdirektor Prof. Küster artikulierte seine Dankesworte an die Landesregierung zugleich im Namen des Museumsteams. Nunmehr lädt ein abwechslungsreicher und komplett neugestalteter Rundgang BesucherInnen auf eine Zeitreise durch 300.000 Jahre (nord-)hessische Landes- und Kulturgeschichte ein.

Eine kunstvolle Statue der Heiligen Elisabeth, rechts, steht zusammen mit der Darstellung anderer Persönlichkeiten für Epochen Hessischer Landesgeschichte. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Eine kunstvolle Statue der Heiligen Elisabeth, rechts, steht zusammen mit der Darstellung anderer Persönlichkeiten für Epochen Hessischer Landesgeschichte. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Auf drei Ebenen präsentieren die Sammlungen der Vor- und Frühgeschichte, angewandte Kunst und Volkskunde einen Überblick von den Anfängen menschlicher Besiedelung bis in die Gegenwart. Besucher können auf einige Neuerungen gespannt sein: Erstmals werden Objekte der Sammlung Volkskunde ausgestellt. Eine Turmbesteigung ermöglicht spannende  Blickwinkel und Aussicht über Kassel. Zudem wurden die beiden Innenhöfe des Gebäudeensembles überdacht und sind in die ständige Ausstellung einbezogen.

Breiten Raum wird der vor- und frühgeschichtlichen Entwicklung des Gebietes des heutigen Nordhessen gegeben. In Vitrinen finden sich fürhe (Stein-)Werkzeuge, Gerätschaften des Haushalts und auch Schmuck. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Breiten Raum wird der vor- und frühgeschichtlichen Entwicklung des Gebietes des heutigen Nordhessen gegeben. In Vitrinen finden sich frühe (Stein-)Werkzeuge, Gerätschaften des Haushalts und auch Schmuck. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Unter unseren Füßen – Von der Altsteinzeit bis ins frühe Mittelalter
Den Auftakt des Rundganges im Hessischen Landesmuseum durch die geschichtliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung Nord- und Osthessens bilden archäologische Funde aus rund 300.000 Jahren. Sie ermöglichen eine spannende Zeitreise zu den Anfängen unserer Kultur. Einschneidende Neuerungen, wie die Erfindung des Werkzeuges, der Übergang zur Sesshaftigkeit oder die Entdeckung der Metallverarbeitung, finden sich in der Ausstellung. Manche der prähistorischen Entwicklungen veränderten die Lebensumstände dabei nachhaltig und wirken bis heute fort. Die Dauerausstellung gewährt Einblicke in Techniken der Faustkeilherstellung. Sie zeigt, wie sich die wohl-habenden Damen der Bronzezeit schmückten oder womit der Missionar Bonifatius zu kämpfen hatte.

Es dauerte lange Zeit bis der mühevollen Handarbeit für die Stoff-Kleidungsherstellung, etwa bei Spinnen und Weben, mit der Mechanisierung eine Erleichterung und größere Poduktiviät zuteil wurde. ein Ausstellungsraum zeigt Aspekte dieser Entwicklung. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Es dauerte lange Zeit bis der mühevollen Handarbeit für die Stoff- und Kleidungsherstellung, etwa bei Spinnen und Weben, mit der Mechanisierung eine Erleichterung und größere Produktiviät zuteil wurde. Ein Ausstellungsraum zeigt Aspekte dieser Entwicklung. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Aus der Schatzkammer der Geschichte – Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert
Die Landgrafen von Hessen lenkten vom 13. bis zum 19. Jahrhundert die Geschicke der Region. Tiefgreifende Ereignisse wie die Reformation, der Dreißigjährige Krieg oder die Herrschaft Napoleons prägten das Europa jener Zeit maßgeblich. Objekte der Sammlung Angewandten Kunst offenbaren ein vielschichtiges Bild dieser bewegten Jahrhunderte. Kunstwerke aus Kirchen und Klöstern, aus Städten und Dörfern und vor allem aus dem Besitz der hessischen Landgrafen zeugen von der prachtvollen Hofkultur und dem Sammeleifer der Fürsten. So können anhand der Objekte internationale politische Bezüge, aber auch der Alltag der Menschen jener Zeiten nachvollzogen werden.

Ein Laden, wie er in den fünfziger jahren des 20 Jahrhunderts in jeder Kleinstadt und selbst in manchen Dörfern zu finden war. Inzwischen geraten immer mehr moderne Geschäfte durch Internethandel immer mehr unter Druck und verschwinden aus dem Erscheinungsbild. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Ein Laden, wie er in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts noch in jeder Kleinstadt und selbst in manchen Dörfern zu finden war. Inzwischen geraten immer mehr moderne Geschäfte durch Internethandel immer mehr unter Druck und verschwinden aus dem Erscheinungsbild. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Der Begehbare Turm überragt dasHessische Landesmuseum Kassel und die Umgebung am Brüder-Grimm-Platz. Sternbald Fotos Hartwig Bambey

Der begehbare Turm überragt das Hessische Landesmuseum Kassel und die Umgebung am Brüder-Grimm-Platz. Sternbald Foto Hartwig Bambey

Mitten im Leben – Vom 19. bis ins 21. Jahrhundert
Die volkskundliche Sammlung hat ihren Ursprung im 19. Jahrhundert. Ausgewählte Objekte geben Einblicke in das Alltagsleben der Menschen vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart und dokumentieren den rasanten Wandel in vielen Bereichen des Lebens. So ersetzten Maschinen vielerorts die handwerkliche Produktion.

Neue Verkehrs- und Kommunikationsmittel wie Eisenbahn und Telefon beschleunigen den Alltag der Menschen. Kriege und Gewaltherrschaft brachten Leid und Zerstörung. Bevor im neu gegründeten Bundesland Hessen ein Neuanfang in Demokratie und Wohlstand gelang. Das Hessische Landesmuseum präsnetiert etwa 6.000 Gegenstände und bietet viele Themen und Zusammenhänge, nicht zuletzt für Schulkassen.

Geöffnet Di -So 10 – 17 Uhr. Do 10 – 20 Uhr

Eintritt 6 Euro (ermäßigt 4 Euro)

www.museum-kassel.de