Von der Vormundschaft zum selbstbestimmten Betreuungsverhältnis: Informationen zur Entwicklung des Betreuungsrechts

Marburg 21.11.2017 (pm/red) In einer Gesellschaft mit wachsendem Anteil älterer Menschen erwachsen neue Aufgabenfelder und deren rechtliche Gestaltung. Dazu gehört das Betreuungsrecht für Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr (alleine) selbst regeln können. Eine Würdigung …

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Reale Steigerungen von 1,9 Prozent für Tariflöhne und -gehälter 2016

Marburg 6.1.2017 (pm/red) Die Tariflöhne haben im Jahr 2016 real (nach Abzug der Inflation) spürbar zugelegt. Die Verbraucherpreise sind im vergangenen Jahr lediglich um 0,5 Prozent gestiegen, die Tarifvergütungen dagegen um nominal 2,4 Prozent. Daraus ergibt sich im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt ein reales Wachstum der Tariflöhne und -gehälter um 1,9 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Bilanz der Tarifpolitik des Jahres 2016, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung heute vorlegt. „Damit ist es den Gewerkschaften erneut gelungen, Tarifsteigerungen durchzusetzen, die deutlich oberhalb der laufenden Preissteigerungsrate lagen und die Beschäftigten auch am Produktivitätsfortschritt teilhaben ließen“, sagt Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs.
Am höchsten fällt die jahresbezogene Tarifsteigerung mit nominal 3,5 Prozent im Bereich Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft aus, gefolgt vom Handel mit 2,9 Prozent sowie dem Baugewerbe und den Privaten Dienstleistungen und Organisationen ohne Erwerbszweck mit jeweils 2,7 Prozent. Der Bereich Gebietskörperschaften/Sozialversicherung weist eine Tarifsteigerung von 2,5 Prozent auf, das Nahrungs- und Genussmittelgewerbe ein Plus von 2,4 Prozent und das Investitionsgütergewerbe 2,3 Prozent. Um jeweils 2,1 Prozent stiegen die tariflichen Entgelte im Grundstoff- und Produktionsgütergewerbe sowie im Bereich Energie- und Wasserversorgung, Bergbau.

Im Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittelung und im Verbrauchsgütergewerbe betrug die Tarifsteigerung je 1,8 Prozent, gefolgt vom Bereich Kreditinstitute, Versicherungsgewerbe mit 1,5 Prozent . 

Bei den effektiven Bruttoeinkommen – hier fließen unter anderem auch die Einkommen von Beschäftigten ein, die nicht nach Tarif bezahlt werden – fiel der Zuwachs im vergangenen Jahr ähnlich aus: Die Bruttolöhne und -gehälter sind 2016 nominal je Arbeitnehmer/in um 2,3 Prozent gestiegen, preisbereinigt bedeutet dies einen Anstieg um 1,8 Prozent.

Für 2017 ist mit der Fortsetzung des moderaten Konjunkturaufschwungs zu rechnen. „Wichtig ist dabei, dass eine kräftige Lohnentwicklung weiterhin die Binnennachfrage stützt. Das hat positive Effekte für die konjunkturelle Entwicklung nicht nur in Deutschland, sondern über eine verstärkte Importnachfrage auch in den europäischen Nachbarländern“, sagt WSI-Tarifexperte Bispinck.