Dokumentarfilm: Der lange Abschied von der Kohle

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Projekt „PuSchPraxis und Schule“

Bei PuSch wird praktische Arbeit und Schule eng verknüpft, um den Übergang von Schule in eine mögliche Ausbildung zu erleichtern. Bildquelle Arbeit und Bildung e.V.

Marburg 3.4.2017 (pm/red) Wenn Schüler sich schwer tun am Ende der Schulzeit, dann kann „PuSch – Praxis und Schule“ helfen, ein Kooperationsprojekt von Adolf-Reichwein-Schule und Arbeit und Bildung e.V.  Die Schullaufbahn verläuft nicht immer reibungslos bis zum ersehnten Abschluss. Manche Schüler und Schülerinnen verlieren sich auf dem Weg dorthin. Da sind Pubertät, Schwierigkeiten im Elternhaus, Drogen oder einfach nur andere Interessen ins Zentrum gerückt, die eine Abkehr vom Schulalltag und vom Lernen bewirken.

Hier bietet die Adolf-Reichwein-Schule (ARS) in Kooperation mit dem Bildungsträger Arbeit und Bildung e.V. die Möglichkeit, diese Schüler besonders zu fördern.
Praxis und Schule oder kurz PuSch nennt sich das Programm, um solche Schüler durch einen erhöhten Praxisanteil kombiniert mit schulischen Fächern wieder neu zu interessieren und zu motivieren. Schule wird für sie wieder neu und anders erlebbar gemacht.

Dennis zum Beispiel: er hatte viele Fehlzeiten in seiner letzten Schule und kam dort nicht mehr klar. Jetzt geht er an drei Tagen in die ARS und arbeitet zwei Tage die Woche in der Marburger Produktionsschule. Hier baut er aus alten Skiern Bänke, fertigt Stehtische oder eine Rampe für Rollstuhlfahrer. So bekommt er den Weg von der Herstellung über die Fertigstellung und Vermarktung eines Produktes mit. “Dies hat für unsere Schüler häufig einen ganz besonderen Stellenwert“ sagt Carsten Klein von der ARS. „Es macht Spaß mit den Händen zu arbeiten, die Gruppe ist nett. Ich fühle mich hier wohl“ sagt Dennis.

Ganz besonders wichtig für die Teilnehmenden ist die professionelle sozialpädagogische Begleitung. Rainer Zühlke vom Verein Arbeit und Bildung arbeitet eng mit den Lehrern der ARS zusammen und begleitet die jungen Menschen in der gesamten Zeit. Er kümmert sich um die Sorgen, Nöte und Ängste der Jugendlichen, bringt ihnen bei, wie sie sich bewerben können, vermittelt ihnen Praktika und erstellt Förderpläne gemeinsam mit Klassenlehrer, Schülern und deren Eltern.

„Das Ziel von PuSch ist, einen offensichtlich gefährdeten Übergang von Schule und Beruf abzufedern, auf einen möglichen Beruf vorzubereiten und damit die Chancen auf eine Ausbildung zu verbessern“ sagt Zühlke.
Zu PuSch kommen Schüler und Schülerinnen aus verschiedenen Schulen, die die 9. Hauptschulklasse beendet haben und keinen Hauptschulabschluss haben. Sie können ihn in der PuSch-Klasse nachholen.