Von der Vormundschaft zum selbstbestimmten Betreuungsverhältnis: Informationen zur Entwicklung des Betreuungsrechts

Marburg 21.11.2017 (pm/red) In einer Gesellschaft mit wachsendem Anteil älterer Menschen erwachsen neue Aufgabenfelder und deren rechtliche Gestaltung. Dazu gehört das Betreuungsrecht für Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr (alleine) selbst regeln können. Eine Würdigung …

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Für eine Welt der Annäherung und des Friedens – Dr. h. c. von Sponeck bei der Internationalen Sommeruniversität Marburg

Der eheamlige UN-Diplomat Dr. h.c. Hans Christof von Sponeck bei seiner Keynote-Speech vor den TeilhmerInnen der ISU Marburg 2017. Foto Nadine Dammaschk

Marburg 13.8.2017 (m/red) Seit dem 22. Juli 2017 findet im Centrum für Nah- und Mitteloststudien die 19. Hessische Internationale Sommeruniversität Marburg statt. Noch bis zum 19. August sind 57 Studierende aus 13 Ländern in Marburg und setzen sich mit dem Themenkomplex “Business, Politics and Conflict in a Changing World” durch Seminare in Wirtschafts- und Politikwissenschaften, Nahoststudien, der Friedens- und Konfliktforschung sowie der Germanistik auseinander.

Passend zu den Seminarthemen der Studierenden gab der ehemalige UN-Diplomat Dr. h. c. Hans-Christof von Sponeck am Mittwoch, dem 2. August 2017, eine Keynote Speech zum Thema “What Future for the United Nations in the Age of Military Interventions, Brexit and Trumpism?”. In seiner Rede zeigte Herr von Sponeck auf, wie die großen Bedrohungen unserer Welt wie Armut, Migration, Klimawandel, Bedrohung durch Nuklearwaffen und Terrorismus die Länder und Bürger dieser Welt gemeinsam betreffen.

In diesen Bedrohungen sieht er eine Chance, dass die heutige Welt der Konfrontation zu einer Welt der Annäherung zusammenwachse. Eindringlich verwies er auf die Rolle der Vereinten Nationen in diesem Prozess der Annäherung: „Wenn wir von etwas mehr Globalem sprechen, dann sprechen wir auch über die Vereinten Nationen als die globalste Institution.“ Dessen Reformierung sieht Herr von Sponeck als zentral, um die komplexen Herausforderungen der heutigen Zeit ansprechen und Konfrontation überwinden zu können: „Es sind auch alle Möglichkeiten auf dem Tisch, um Stabilität, Frieden und Gerechtigkeit zu fördern.“

Mit Verweis auf die ersten drei Worte der Charta der Vereinten Nationen betonte Herr von Sponeck, welche Rolle wir als die Menschen in einer Welt haben, in der Ländergrenzen zunehmend verschwimmen. Die Verbundenheit und Interaktion zwischen Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt durch Globalisierung und Technologisierung bietet auch eine Chance für Annäherung. Mit deutlichen Worten richtete sich Herr von Sponeck an die Studierenden der Internationalen Sommeruniversität, um zu zeigen, dass auch jeder Einzelne von uns diesen Prozess beeinflussen kann: „Wir können auf einmal auch Personen in Israel, Ägypten, Bolivien oder den Vereinigten Staaten sehen. Wir haben alle dieselben Träume und Hoffnungen. Daraus wird eine neue Kraft entstehen.“ Unter großem Applaus beendete Herr von Sponeck sein bewegendes Plädoyer für mehr Verständnis, Annäherung und Frieden.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm ergänzt die inhaltlichen Seminare und Deutschkurse. Exkursionen nach Frankfurt, Kassel und Straßburg mit Besuchen der Paulskirche, dem Konzentrationslager „Le Struthof“, dem Europaparlament und der documenta 14 fördern den internationalen Dialog der Studierenden über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten, gemeinsame Verantwortung sowie Potentiale für Frieden.

Die Verantwortung für die Ausrichtung der Marburger ISU liegt beim Dezernat Internationale Angelegenheiten und Familienservice der Philipps-Universität Marburg. Hessische Internationale Sommeruniversitäten sind ein Gemeinschaftsprojekt der hessischen Universitäten und werden an Hochschulen in Kassel, Fulda, Gießen, Frankfurt und Darmstadt durchgeführt. Sie werden gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Weitere Informationen ISU Marburg online