Gießener Papyrus nun UNESCO-Weltdokumentenerbe

Marburg 12.12.2017 (pm/red) Gastbeitrag von Ursula Wöll In der Giessener Universitätsbibliothek weht der Atem der Geschichte, denn sie beherbergt bis zu 3.800 Jahre alte Schriftstücke. Die Papyrus-Sammlung der Giessener Universitätsbibliothek ist die fünftgrößte in Deutschland. …

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Umgestürzte Silberweide als neues Wahrzeichen im Alten Botanischen Garten Marburg?

Umgestürzt im Alten Botanischen Garten Marburg, eine alte Silberweide. Den maroden Zustand des Bäumes kannte vorher offenbar niemand – im Botanischen Garten. Foto Gabriele Neumann.

Marburg 11./13.8.2017 (red) Vor einigen Tagen war in der OrtsPresse zu lesen und zuvor erreichte die Redaktion des Marburger. Online-Magazins eine Pressemitteilung  der technischen Leiterin Außenanlagen der Philipps-Universität Marburg, Alter Botanischer Garten, dass die kürzlich umgestürzte Silberweide an der zentralen Teichanlage im Alten Botanischen Garten als lebendes Baumrelikt erhalten werden soll.
Eine offizielle Pressemitteilung der Philipps-Universität Marburg dazu informiert folgendermaßen:
„Die Silberweide im Alten Botanischen Garten, die in der Nacht vom 11. zum 12. Juli 2017 umstürzte und seither im Teich des Gartens liegt, bleibt als gebrochene Weide im Alten Botanischen Garten erhalten. Diese Entscheidung hat der Botanische Garten der Philipps-Universität nach Abstimmung mit der Oberen Denkmalschutzbehörde  in Wiesbaden und der Unteren Naturschutzbehörde in Marburg getroffen.

 „Die Silberweide soll als Wahrzeichen des Alten Botanischen Gartens erhalten werden. Sie wird auch im Liegen weiterwachsen und stammnah wieder austreiben und so für ein lebendiges Gartenbild sorgen“, erklärt Kristin Kilias, technische Leiterin Außenanlagen und Alter Botanischer Garten. Zudem diene auch das Totholz der Weide als Lebensraum und erhöhe die Biodiversität im Garten. Nicht zuletzt diene der Baum der Umweltbildung und -erziehung als lebendiges Anschauungsobjekt für Kinder und Erwachsene, erläutert Kilias.“

Die Redaktion des Marburger. Online-Magazins ist verwundert. Uns stellen sich folgende Fragen:

  • Wie kann in einem Botanischen Garten, der von Gärtnern gepflegt wird, ein Baum umstürzen, wenn nicht gerade ein Tornado gewütet hat? Einen solchen hat es in Marburg nicht gegeben.
  • Zum Wesen eines Botanischen Gartens gehört, dass er gepflegt wird, damit auch jeder einzelne Baum. Können oder machen das die GärtnerInnen in Marburg nicht?
  • Wenn ja: Was machen sie dann?
  • Wenn nein: Wie wird die Sicherheit der Besucher angesichts der vielen Bäume gewährleistet?
  • Muss der Alte Botanische Garten geschlossen werden?
  • Kann Mensch sich dort noch sicher fühlen, wenn eine alte Silberweide, die nunmehr zum Wahrzeichen erhoben wird, einfach so umstürzt?
  • Sind weitere Bäume gefährdet und in einem Zustand, den kein Gärtner untersucht hat oder kennt?
  • Sollten die Verantwortlichen vielleicht externe Baumpfleger zu Rate ziehen?