Von der Vormundschaft zum selbstbestimmten Betreuungsverhältnis: Informationen zur Entwicklung des Betreuungsrechts

Marburg 21.11.2017 (pm/red) In einer Gesellschaft mit wachsendem Anteil älterer Menschen erwachsen neue Aufgabenfelder und deren rechtliche Gestaltung. Dazu gehört das Betreuungsrecht für Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr (alleine) selbst regeln können. Eine Würdigung …

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VCD fordert Verkehrswende in Marburg

Marburg 16.10.2017 (pm/red) Die Kreisgruppe des Verkehrsclub Deutschland (VCD) veröffentlicht Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssituation in Marburg und fordert eine Wende. Denn die Stadt Marburg gehöre zu den hessischen Kommunen, die seit Jahren Probleme mit der Luftqualität haben. Es wurden dauerhaft die Grenzwerte der Stickstoffdioxydbelastungen überschritten, deshalb sah man sich gezwungen, eine Umweltzone einzurichten.  Doch, wie inzwischen klar geworden ist, löse das allenfalls einen Teil des Problems, da selbst die neuen Diesel PKW, durch betrügerische Manipulationen, deutlich mehr Schadstoffe emittieren als sie dürfen.

Der VCD fordert daher schon länger, wie unter anderen auch das Umweltbundesamt und der Deutsche Städtetag, die Einführung einer blauen Plakette auf Bundesebene. Im September ist jetzt die neue Autoumweltliste unseres Verkehrsclubs erschienen, die Verbrauchern Entscheidungshilfen geben kann, die sich ein umwelttechnisch akzeptables Auto kaufen möchten.

Die Stadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf können und müssen sich selbst aktiv für eine Verkehrswende und damit auch für bessere Lebensbedingungen für ihre Einwohner einsetzten, so die Forderung des VCD. Das werde nur mit sauberen und deutlich weniger Autos gehen.
Um deutlich mehr Autos aus der Stadt heraus zu bekommen, sei die schnelle und ambitionierte Umsetzung des Radverkehrsplans und die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs unabdingbar.

Für letztere biete der Entwurf zum Nahverkehrsplan des Landkreises Marburg-Biedenkopf 2018-22 (NVP) nun eine gute Möglichkeit.
Dieser sieht nämlich folgende Verbesserungen vor:
– einen Einstieg in den Integralen Taktfahrplan für den gesamten Landkreis mit Umsteigeverknüpfungen an zentralen Knotenhaltestellen
– alle Linien sollen in regelmäßigen Zeitabständen verkehren 30, 60 oder 120 Minuten
– einen besseren Erschließungsgrad zum nächsten Bahnhof oder Bushaltestelle
– maximale Wartezeit im Schülerverkehr nach der Schule 30 Min. maximale Fahrzeit 60 Min.
– barrierefreier Ausbau der Haltestellen
– Vernetzung der Verkehrsträger z.B. Bus – Bahn oder Bus – Fahrrad
– ein flankierendes Marketing
– eine Orientierung der Öffnungszeiten der Mobilitätszentrale an den Geschäftszeiten in Marburg
– Einbeziehung des Freizeitverkehrs

Reinhard Ahrends vom Kreisverband des VCD Marburg-Biedenkopf hält ein zügiges Umsetzen der beiden Pläne (Radverkehrsplan und NVP) für geboten. Es wurden die letzten Jahre viele Verkehrsgutachten erstellt, nun wird es Zeit zu handeln.
Eine gute, professionelle Öffentlichkeitsarbeit, die das ÖPNV-Angebot auch bekannt macht, sei dabei erforderlich, damit die Angebote auch angenommen werden. Der Zugang zu Dauerkarten wie Job- Tickets und Schüler-Tickets wie die Clevercard, machen das Umsteigen attraktiv.

Von Dauerstaus, schlechter Luft und Lärm seien schließlich alle genervt. Die Probleme der Innenstadt lassen sich nur in Kooperation mit dem Kreis lösen, da die Pendler aus dem Umland (20.000 pro Tag) einen erheblichen Teil des Verkehrsaufkommens ausmachen. Daher seien sowohl bei der Radwegeplanung, als auch beim ÖPNV eine stärkere Verzahnung und bessere Finanzierung notwendig, wird festgestellt.