Gießener Papyrus nun UNESCO-Weltdokumentenerbe

Marburg 12.12.2017 (pm/red) Gastbeitrag von Ursula Wöll In der Giessener Universitätsbibliothek weht der Atem der Geschichte, denn sie beherbergt bis zu 3.800 Jahre alte Schriftstücke. Die Papyrus-Sammlung der Giessener Universitätsbibliothek ist die fünftgrößte in Deutschland. …

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Neues Sexualstrafrecht: Was ist eigentlich der „erkennbare Wille“?

Veranstaltung zum Internationalen Tag „Nein zu Gewalt gegen Frauen“

Marburg 21.11.2017 (pm/red) Über das seit Ende 2016 geänderte Sexualstrafrecht informieren das Gleichberechtigungsreferat der Stadt Marburg der Frauennotruf Marburg mit einer öffentlichen Veranstaltung. Eine Anwältin und eine Polizistin sprechen über die Theorie und die Praxis des Paradigmenwechsels im Sexualstrafrecht. Was der eigene Wille eigentlich ist und wie sich jede einzelne ganz praktisch gegen sexualisierte Gewalt wehren kann, sind weitere Themen.

Die Veranstaltung „Gegen den erkennbaren Willen. Paradigmenwechsel im Sexualstrafrecht“ beginnt am Donnerstag, 23. November, um 18 Uhr im Historischen Rathaussaal. Dabei geht es um den neuen, entscheidenden Wortlaut des „erkennbaren Willens“, der nun in das Strafgesetzbuch aufgenommen wurde. Doch was ist eigentlich der erkennbare Wille und wie schlägt er sich in der juristischen Praxis nieder? Rechtsanwältin Diana Cosic stellt die inhaltlichen Änderungen vor des Sexualstrafrechts vor. Sie fragt zudem danach, ob die Änderungen die bestehende Gesetzeslücke im Sexualstrafrecht schließen können.

Welche Auswirkungen die Gesetzesänderung auf die Praxis der Kriminalpolizei hat, schildert Hauptkommissarin Martina Ivanschitz. Sie wird Veränderungen im Verfahren der Anzeigeerstattung und im Anzeigeverhalten von Betroffenen näher beleuchten.

Eine Vertreterin des Vereins Wendo Marburg geht der Frage nach, wie der eigene Wille vor dem Hintergrund der weiblichen Sozialisation erkennbar werden kann. Dem Publikum werden ganz praktische Strategien im Umgang mit sexualisierten Übergriffen aufgezeigt.

Die Veranstaltung ist eine Maßnahme des Ersten Marburger Aktionsplans zur EU-Charta Sie findet außerdem im Rahmen des Internationalen Tages „Nein zu Gewalt gegen Frauen“ statt, den die Stadt Marburg, gemeinsam mit verschiedenen Veranstaltern, mit einer Vortrags- und Ausstellungsreihe begleitet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.