Kaiser-Wilhelm-Turm: Panoramaansicht aus dem Jahr 1890 wiederentdeckt

Marburg 2.12.2018 (pm/red) Turm-BesucherInnen des  können sich jetzt orientieren. Die 2005 gefundene, handgemalte und aus dem Eröffnungsjahr des Kaiser-Wilhelm-Turmes stammende Rundumsichtskarte, wurde von Lutz Götzfried überarbeitet und am 1. Advent 2018 im TurmCafé veröffentlicht. In …

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Fachtag diskutiert „Die polarisierte Gesellschaft – Entwicklungen und Erwiderungen“ Veranstaltung des Demokratiezentrums Hessen am 16. April 2018 in Butzbach

Marburg 9.3.2018 (m/red) Zu einem bundesweiten Fachtag mit dem Titel „Die polarisierte Gesellschaft – Entwicklungen und Erwiderungen“ lädt das Demokratiezentrum Hessen im „beratungsNetzwerk hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus“ für Montag, 16. April 2018, nach Butzbach ein.
Deutschland erscheint heute als ein Land mit verschwommenen Konturen und wachsenden Gegensätzen, ein Land zwischen Willkommenskultur und Rechtspopulismus. Mit dem Einzug der „Alternative für Deutschland“ (AfD) 2017 in den Bundestag ist durch entsprechende Äußerungen einzelner Parteifunktionäre die Etablierung des Rechtspopulismus in bundesdeutschen Parlamenten vollzogen. Dies ist zugleich – auch nach der Aufnahme einer großen Zahl Geflüchteter seit dem Sommer 2015 – Symptom einer gespaltenen Bevölkerung.

Es vergeht fast keine Woche, in der das Thema einer „polarisierten Gesellschaft“ nicht auf den Politikseiten oder im Feuilleton der großen Zeitungen behandelt wird. Etliche neue wissenschaftliche Publikationen zeichnen historische Linien auf und beschäftigen sich mit den Erscheinungsformen, Strategien, Wirken und den Folgen dieses Phänomens. Manche meinen gar, wir erlebten derzeit eine gesellschaftspolitische „Zeitenwende“.

Dabei scheint sich ein widersprüchlicher Gewöhnungseffekt eingestellt zu haben: Einerseits besinnen sich viele – gerade im Zuge der Aufnahme von Geflüchteten – auf menschenrechtliche und demokratische Errungenschaften und setzen Zeichen gegen Rassismus und die neue Rechte. Andererseits werden Stimmen unter dem Motto „Man wird ja wohl noch sagen dürfen …“ lauter und verschieben den Diskurs zunehmend nach rechts. Wir erleben radikale politische Konfrontationen, die sich auch in einer Verrohung der Sprache, in Hetze, Drohungen bis hin zu Gewalttaten äußern. Zwischen diesen Polen entsteht die Frage, wie sich unser gesellschaftliches Zusammenleben in Zukunft gestalten wird.

All dies sind Aspekte und Herausforderungen, die sich auch den Trägern der Mobilen Beratung und der politischen Bildung in der Praxis stellen. Müssen also vorhandene Konzepte überdacht werden, damit sie einen Beitrag zur (notwendigen) Neugestaltung unseres Miteinanders leisten können?

Auf dem Fachtag „Die polarisierte Gesellschaft – Entwicklungen und Erwiderungen“ am Montag, 16. April 2018, in Butzbach sollen Fragen erörtert werden wie:
– Wie lässt sich die aktuelle gesellschaftliche Lage unter dem Stichwort „polarisierte Gesellschaft“ analysieren?
– Welche Diskursverschiebungen erleben wir aktuell, woher rühren sie, welche Folgen haben sie und was kann ihnen entgegengesetzt werden?
– Wie kann die Perspektive derer, die sich für eine offene, pluralistische Gesellschaft engagieren – oft auf enger lokaler, sozialer Ebene und ohne große mediale Öffentlichkeit –, Eingang in politische Forderungen finden?
– Wie lässt sich unter diesen neuen Vorzeichen das Miteinander in einer offenen, vielfältigen Gesellschaft neu gestalten?

Grundlagen für die Diskussion sind Input-Vorträge von Dr. Anastasia Paschalidou (Internationaler Bund Südwest, Frankfurt/M.) und Prof. Klaus Dörre (Universität Jena) sowie Workshops zu verschiedenen Themenfeldern.
Tagungsort ist das JohanniterHOTEL in Butzbach-Nieder-Weisel.
Die Teilnahme ist kostenfrei und nur nach Anmeldebestätigung möglich.
Anmeldeschluss ist der 23. März 2018.
Nähere Informationen, Programm und Online-Anmeldung