Marburg 20.11.2018 Gastbeitrag von Götz Eisenberg Samstags gehe ich auf den Wochenmarkt. Wenn ich das nicht tue, bin ich entweder krank oder nicht in Gießen. Neulich hatte ich an einem meiner Lieblingsstände Brot und Eier …

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Ausbildungsoffensive für Erzieherinnen und Erzieher – auch Hessen gefordert

Aus Mittehessen waren bei der Kasseler Konferenz mit dabei (von links nach rechts): Cordula Tschirschnitz (Marburg), Karin Bramer (Langgöns), Jürgen Lauer (ver.di Mittelhessen) und Susanne Colvin (Gießen). Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey zweite von rechts. Foto R.Fröhlich

Deutlich mehr Personal und zusätzliche Mittel zum Ausbau der Kapazitäten für die Ausbildung von Fachkräften fordern Beschäftigte der Sozial- und Erziehungsdienste am vergangenen Wochenende bei der „Kasseler Konferenz“ der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Rund 130 Fachkräfte der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe diskutieren dort zwei Tage über die aktuellen Herausforderungen und Rahmenbedingungen ihrer Arbeit. ver.di macht sich für bessere Personalschlüssel, eine finanzielle Aufwertung der Berufe sowie eine gute Ausbildung für Fachkräfte stark.

Familienministerin Franziska Giffey erläuterte in ihrer Rede, das Vorhaben der Bundesregierung zum Gute-Kita-Gesetz. Dazu sagte sie:“Erzieherinnen und Erzieher brauchen gute Rahmenbedingungen, damit sie ihre Arbeit machen können. Mit dem Gute-KiTa-Gesetz wollen wir dazu einen Beitrag leisten: die Verbesserung des Personalschlüssels, die Gewinnung und Sicherung qualifizierter Fachkräfte und die Stärkung der Kita-Leitungen sind drei von zehn Bausteinen des Gesetzes.

Mit dem Gesetz engagiert sich der Bund erstmals verlässlich für die Qualität der Kindertagesbetreuung und Kindertagespflege. Damit es jedes Kind packt.“

Ver.di-Sekretär Jürgen Lauer wies gegenüber unserer Zeitung darauf hin, dass Anreize geschaffen werden müssten, den Erzieherberuf so attraktiv zu gestalten, damit mehr Menschen diesen Beruf ergreifen können. „Wir brauchen wesentlich mehr Fachkräfte um die bestehenden Belastungen abzubauen, eine gute frühkindliche Bildung zu ermöglichen und die demnächst in Rente gehenden Fachkräfte überhaupt ersetzen zu können,“ sagte er. Deshalb sei eine Ausbildungsoffensive erforderlich, die auch das Land Hessen starten müsse. Zumal der Bund hierfür Geld zu Verfügung stellt.

Da die Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher Aufgabe der einzelnen Länder sei, müsse eine Ausbildungsoffensive auch bei den Verhandlungen zur Regierungsbildung in Hessen eine zentrale Rolle spielen.

Es gelte, den gesellschaftlichen Auftrag zur frühkindlichen Bildung nachhaltig durch ausreichendes und qualifiziertes Personal erfüllen zu können.