Praxisbuch zur Digitalfotografie
Kompendium für Fotografen
Es gibt beinahe so etwas wie ein reziprokes Verhältnis zwischen der Zunahme der Zahl fotografierender Menschen und der Qualität der Fotografien. Oder anders, fortschreitende Technik in der Fotografie bei Gerätschaften, Optik und Spreichermedien bilden sich eben nicht in besseren fotografischen Ergebnissen ab. Diese werden immer schlechter, auch die gedruckten Fotos in Zeitungen oder anderen Printmedien. Ein Grund dafür liegt in verloren gehenden handwerklichen Fähigkeiten der Fotografierenden, ein anderer Grund liegt in der Verdrängung von vermeintlich teuren Fotografen durch flinke Bildermacher, die landauf und landab ihr Wesen treiben, meist mit billigen Gerät und “Plastikoptiken” mit Zoomfaktor 10,12 oder gar noch mehr. Es kann und sollte anders gehen.
Fotos machen viele, zur Not mit dem Handy. Wer Wert auf gewisse Qualität und Beständigkeit legt, braucht neben ordentlichem Gerät eine Bildbearbeitungssoftware, die Qualität zulässt, einfach bleibt und am besten zugleich bei der Organisation der Bildablage einsetzbar ist. Solche Software, so ein Programm gibt es – für 60 Euro oder etwas mehr, je nach Bezugsquelle. Zu empfehlen ist das Programm Photoshop Elements 8 (inzwischen gibt es auch schon Elements 9). Dieses digitale Werkzeug deckt sogar weitgehend den Bedarf für professionelle Fotografen ab, ist preiswert, ist zu Recht der Marktführer, und es ist äußerst brauchbar.
Doch was nützt ein Werkzeug, wenn man es nicht einzusetzen weiß. Also braucht es ein ordentliches Buch dazu, mit dem zugleich die Grundlagen digitalen Fotografierens und des nachfolgenden Umgangs mit Fotos erklärt und verstehbar gemacht werden. Ein solches Buch gibt es, Jürgen Wolf hat es als Einführung, Anleitung und Nachschlagewerk geschrieben: Photoshop Elements 8 – Das umfassende Handbuch.
Wer jetzt denkt, hier würde ein schmales 180-Seiten Taschenbuch vorgestellt, der irrt. Es geht um ein richtiges Buch, von A bis Z, mit 15 Kapiteln und 807 Seiten Umfang, beiliegender DVD mit Video-Lektionen und anderen Goodies mehr. Klar, dass dieses Buch zugleich für Windows- und für Apple-Betriebssystem ausgelegt ist.
Zunächst wird die Bildorganisation mit Adobe Brigde erläutert. Also die Bildablage, Dateinamenvergabe, Bildbeschriftung mit Stichworten und vieles mehr. Wer dies nicht geordnet organisiert, wird seine Fotos bereits auf mittlere Sicht kaum wiederfinden, er wird suchen statt zu finden.
Es folgen grundlegende Informationen zur Bildkorrektur. Jedes noch so gute Bild kann korrigiert werden, in Größe, Ausschnitt, Farbe, Belichtung, Kontrast zum Beispiel. Dafür gibt es in Photoshop Elements sehr gute automatisierte Werkzeuge. Damit kann jeder umgehen. Doch sollte er zuvor wissen, was er tut, und etwa die Originaldatei aufbewahren, wenn sie was taugt.
Schärfen und Weichzeichnen sind weitere wichtige Abschnitte, wo sich Fehler schnell rächen.
Freistellen, Ausrichten, Montagen sind ebenfalls wichtige Möglichkeiten digitaler Fotografie und des digitalen Fotolabors. Darum geht es in dem Handbuch für Photoshop Elements 8/9. Verständnis und Interesse wecken für die vielfältigen Chancen und Möglichkeiten in der „Dunkelkammer am Bildschirm“ – das gelingt mit übersichtlicher Beschreibung, verständlicher Sprache und übersichtlichen Darstellungen und vielen Hundert Beispielfotos und Grafiken. Es ist also ein Lehrbuch, vielleicht sogar ein Buch für das Studium. Außerdem ist es ein Anleitungsbuch, weil auf der DVD viele Lektionen praktisch gezeigt und nachvollzogen werden können.
Jürgen Wolf, Adobe Photoshop Elements 8 – Das umfassende Handbuch.
807 Seiten mit Hunderten Illustrationen, Gebunden 19 x 23 cm, mit beigelegter Lern-DVD, 1. korrigierte Auflage 2010. edtion PAGE., Verlag Galileo Design, ISBN 978-3-8362-1494-0, Preis 39,80 Euro.
