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J I M – Cavete

Cavete im Februar

4. Februar „Finnisch“ Das Hessische Landestheater Marburg mit  „Finnisch“ von Martin Heckmanns.
Eine gute Stunde noch, dann kommt die Post. Und die Botin, auf die er wartet. Wartet. Auf das Paket, das er sich zugeschickt hat. Gerade Zeit genug, alle Möglichkeiten dieser Begegnung durchzuspielen. Zwischen ihm und ihr, die er nur von Ferne kennt und bewundert. Jetzt bloß nichts vermasseln!

Der mehrfach ausgezeichnete Autor und Dramaturg hat in diesem Einmannstück einen Monolog kreiert, der die Hoffnungen, Wünsche, Ängste und privatesten Gedanken des Protagonisten ans Licht bringt.
Regie führte Martin Maecker aus dem Ensemble des Hessischen Landestheaters Marburg. Den „Alleinunterhalter“ mimt Oliver Schulz.

Unter dem Motto „Hessisches Landestheater Marburg meets Cavete“ wird das Stück in der Cavete, auffgeführt. Der außergewöhnliche Spielort wird in die Inszenierung eingebunden und liefert eine besondere Atmosphäre. Der wartenden Protagonist ist lediglich mit Tisch, Stuhl, Getränk und Musik ausgestattet.

4. Februar – 21 Uhr  Weitere Vorstellungen: 11.02. und 15.02. jeweils um 21 Uhr

 

Donnerstag, 9.   “We will meet again”

“We will meet again” – das letzte Studio-Album des Pianisten und Komponisten Bill Evans offenbart dem Zuhörer die gesamte Bandbreite Evans Schaffen: auf der einen Seite überwiegend lyrisch anmutend, mit südländischer Leichtigkeit, verspielter Eleganz und fragiler Harmonik – auf der anderen Seite pathetisch, intensiv, spannungsvoll bis aggressiv.

Ein Jahr vor seinem Tod veröffentlichte Evans mit „We will meet again“ Werke, die zu oft gespielten Jazzstandards wurden, unter ihnen Peri’s Scope, For All We Know oder Comrade Conrad. An Evans Seite spielten neben dem Bassisten Marc Johnson und dem Schlagzeuger Joe LaBarbera auch der Trompeter Tom Harrell sowie der Tenorsaxofonist Larry Schneider.

Ebenfalls in klassischer Quintettbesetzung lassen am Donnerstag, 9.2.2012, fünf langjährige Caveten-Musiker die Kompositionen Evans wiederaufleben und machen das Album „We will meet again“ in eigener Interpretation zum Thema des Abends:

Heidi Bayer: trumpet
Robin Bäumner: tenor/sopransax
Christian Gerhardt: piano
Alex Reuss: bass
Martin Müller: drums

Do, 9.2.  21:00 Uhr CAVETE, Steinweg 12

 

Dienstag, 14.   Scott DuBois Quartet

‘Music as fluid and intriguing as a Dalì painting’ (Terell Holme,s AllAboutJazz New York)

Sein aktuelles Album ‘Black Hawk Dance’ (Sunnyside Records, 2009) wurde wenige Tage aufgenommen, nachdem sein Quartett zum ersten Mal in Marburg gastierte. Und es wurde von Kritik und Fans mit Spannung erwartet. Kein Wunder, nach zwei erstklassigen Vorgängern auf dem legendären Soul Note Label, die den heute 33-jährigen wie es so schön heißt über Nacht zum Star werden ließen und dem ebenfalls erstklassigen ‘Banshees’ auf Sunnyside. Schon auf seinem Erstling Monsoon (Soul Note, 2002) war klar, dass Scott DuBois ein Gitarrist vom Format eines John McLaughlin oder Joe Morris ist; einer dessen Sound und Energie unmittelbar Vergleiche mit Jahrhundertalben wie “Extrapolation” evoziert; einer, dessen Kompositionen – wie der Kritiker Troy Collins so schön bemerkt – Eric Dolphy stolz machen würden.

Halsbrecherisch und feinsinnig zugleich vermag es DuBois wie nur wenige Abstraktion und Lyrizismus miteinander zu verbinden. Die Kompositionen sind offen und rauh wie sein Ton, vereinen Energie und Finesse auf eine Art und Weise, die man ausschließlich bei Großmeistern der Zunft wie Miles’ Gold Quartet zu hören bekommt, und laden ein zu ausgedehnten Explorationen

Als Partner wieder dabei der in New York und Berlin lebende Saxofonist Gebhard Ullmann, selbst Leader von mehreren Formationen, die mit illustren Namen nur so gespickt sind, sowie die formidable Rhythmusgruppe (ein Term übrigens, der einem Anno 2011 nicht mehr ganz so leicht aus der Feder fließt) mit Thomas Morgan am Bass und Kresten Osgood am Schlagzeug. Prädikat ‘grandios’ – ein Must-Go.

Scott DuBois – guitar
Gebhard Ullmann – tenor & soprano saxophone, bass clarinet
Thomas Morgan – bass
Kresten Osgood – drums

 Di, 14.2.  21:00 Uhr CAVETE, Steinweg 12

 

Do, 16.2. Andi Vølk Quartet – THE DREAMSUITE

Die Stärke der Musik des Andi Vølk Quartets liegt in den bemerkenswert reifen Kompositionen, die aus wunderschönen, schnörkellosen und eigenwilligen Melodien und durch mitreisende Soli, Sprungbretter für Reisen ins Reich des Hochenergiejazz machen.

Trotz seines jungen Alters von 22 Jahren ist Vølk bereits erstaunlich stilsicher. Sein Versuch klare Strukturen und freie Improvisation zusammenzuführen und den Zuhörer immer wieder zu überraschen gelingt nicht zuletzt durch den intuitiven Klavierstil des in Leipzig und Köln dozierenden Pianisten Laurenz Gemmer, der ebenso feinfühlig wie intelligent zu begleiten wie kraftvoll und souverän zu improvisieren vermag, ohne dabei je die gemeinsame musikalische Bewegung aus dem Auge zu verlieren.
Das Rhythmusgespann Kenn Hartwig (b) und Thomas Sauerborn (dr) ist , durch lange Zusammenarbeit im Landesjugendjazzorchester Hessen und Bundesjugendjazzorchester, bestens eingespielt, da weich, wo es muss, und hart, wo es soll. Das aktuelle Programm “The Dreamsuite” ist ein Werk, dass durch ein fast blindes Verständnis der Musiker alles an Leidenschaft, Feuer und Einfallsreichtum besitzt, was Jazzmusik immer wieder hörenswert macht.

Do, 14.2.  21:00 Uhr CAVETE, Steinweg 12