Mit fremden Federn – Nicht nur Native Americans trugen Federschmuck

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Fachbereich Chemie erhält moderne Räume für Forschung und Lehre

Marburg 8.10.2010 (pm/red) Die Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, und Finanzminister Thomas Schäfer haben gemeinsam mit der Präsidentin der Philipps-Universität, Prof. Katharina Krause, den ersten Spatenstich zum Neubau des Fachbereichs Chemie auf den Lahnbergen gemacht. Ein Großprojekt innerhalb des HEUREKA-Programms des Landes findet Verwirklichung, der Campus Lahnberge in Marburg wird der Vollendung ein Stück näher gebracht.

Nach langen Vorarbeiten geht es zur Sache

Finanzminister Dr. Schäfer hob das große finanzielle Engagement des Landes für die Entwicklung der Philipps-Universität und den Ausbau der Naturwissenschaften hervor.

„Im Hessischen Hochschulbauprogramm „HEUREKA“ sind für Marburg rund 440 Millionen Euro vorgesehen. Die Kosten für den Neubau der Chemie sind auf 113,6 Millionen Euro veranschlagt. Für den Neubau eines Parkhauses sind weitere rund vier Millionen Euro vorgesehen“, sagte der Minister.

Wissenschaftsministerin: „Chemie Neubau im Innovationsstandort Mittelhesssen“

„Hier entstehen bis zum Jahr 2014 höchst attraktive Räume für Forschung und Lehre, von denen kräftige neue Impulse in den Naturwissenschaften und wichtigen Zukunftstechnologien ausgehen werden.
Der Fachbereich Chemie mit seiner über 400-jährigen Tradition wird damit als Pfeiler des Innovationsstandorts Mittelhessen gestärkt. Nach den erfolgreichen Ergebnissen in der Hessischen Exzellenzinitiative LOEWE eröffnen sich zusätzliche Perspektiven“, sagte Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann.

400 Jahre alte Fachtradition in Marburg

Im Neubau werden 22 Professoren für die Ausbildung von über 800 Studierenden tätig sein. „Der traditionsreiche Fachbereich erhält damit einen Neubau nach den Bedürfnissen moderner Wissenschaft“, betonte Universitäts-Präsidentin Krause. Die Ausstattung der Forschungslaboratorien mit getrennten Laborarbeitsbereichen und Auswertebereichen, in denen der wissenschaftliche Nachwuchs arbeiten wird, bezeichnete Chemie-Dekan Prof. Dr. Gernot Frenking als „zukunftsweisend“.

Investitionsvolumen von 114 Millionen Euro

„Ich freue mich, dass die Landesregierung diese Baumaßnahme in das Sonderinvestitionsprogramm aufgenommen hat“, sagte Thomas Platte, der Direktor des Hessischen Baumanagements, bei dem die Projektleitung liegt: „Dadurch können wir bereits heute die bauliche Umsetzung offiziell starten.“ Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel bezeichnete in seinem Grußwort die Neubauten auf dem Campus Lahnberge und dem innerstädtischen Campus Firmanei als „anspruchsvolle, aber auch entscheidende Projekte für die Zukunft der Universitätsstadt Marburg“.

Gebäudekomplex beachtlicher Ausmaße und vielfältiger Auslegung

Der von den Architekten Schuster, Pechthold, Schmidt aus München entworfene, dreigeschossige Neubau erstreckt sich in Nord-Südrichtung entlang der vorhandenen Allee. Das barrierefreie Institutsgebäude besteht aus einem Längsbaukörper mit den Praktikumsbereichen, an den zwei u-förmige Baukörper mit den Forschungsbereichen angedockt sind. Durch die Gebäudekonfiguration wird die funktionale Gliederung in Forschung und Lehre ablesbar. Die Praktikumsräume sind zur öffentlichen Campusmitte hin orientiert, die Forschungsbereiche bieten Blick in die Natur. Als verbindendes Element dieser Bereiche dient die dreigeschossige Eingangshalle als zentraler Kommunikationsbereich für Mitarbeiter und Studierende.

Chemie ist Schwerpunkt an der Philipps-Universität

Der Chemie als Querschnittswissenschaft kommt innerhalb der Philipps-Universität eine zentrale Bedeutung in Lehre und Forschung zu. Starke Wechselwirkungen bestehen mit der Physik, Biologie, Pharmazie und Medizin. Ein besonderes Kennzeichen der Marburger Chemie ist die fächerübergreifende Zusammenarbeit verschiedener Arbeitsgruppen, wobei die traditionellen Abgrenzungen der einzelnen Gebiete keine große Rolle mehr spielen. Daher existiert auch keine wie an anderen Universitäten übliche Aufteilung in einzelne Institute, sondern es wird eine gemeinsame Nutzung der Infrastruktur in zentralen Einrichtungen favorisiert. Die integrative Arbeitsweise in der Forschung und Lehre am Fachbereich Chemie spiegelt sich auch im kommunikativen Raumkonzept wider.