Nutzungsverzicht im Wald schadet Wald und Klima:  Nabu Hessen fordert eine großzügige Ausweisung von Wald-Wildnisgebieten

Kassel 08.01.2020 Gastbeitrag von Roland Irslinger | In der Wohlfühl-Ökoszene um Autor Peter Wohlleben herrscht die Meinung, man solle wegen des Klimaschutzes den Wald besser in Ruhe lassen statt ihn zu nutzen. In einer Studie …

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Hintergrund: Sanierung Hörsaalgebäude Biegenstraße

Marburg 29.9.2010 (yb) Vor einiger Zeit bereits wurde in das Marburger. über die angelaufene Sanierung des Hörsaalgebäudes in der Biegenstraße berichtet. Dazu hat die Redaktion Fragen an die Bauabteilung der Philippsuniverität versendet. Die Antworten liegen nunmehr vor. Der Kostenrahmen für die Sanierung des Kulturdenkmals beträgt 11,3 Millionen Euro. Ein dicker Batzen Geld, der aus Mittlen des Konjunkturprogrammes finanziert wird. Damit erhält die Uni Marburg deutlich früher, als geplant und vorhersehbar war, ein Hörsaalgebäude auf der Höhe der Zeit mit energetischer Auslegung der Gebäudehülle. Die Arbeiten zur Sanierung und energetischen Modernisierung sind noch im Gang.

Zum Kostenrahmen von 11,3 Mio Euro: Wie ist die Aufteilung in Gewerke, Dach, Außenhaut, Klima- Heizung- Lüftungstechnik ?

Konkret sind folgende Einzelmaßnahmen enthalten
•    Austausch der bestehenden Pfosten-Riegel-Fassade
•    Wärmedämmung der gesamten Gebäudehülle
•    Thermisch wirksame Verschattung der transparenten Fassadenflächen
•    Sanierung der Anlagentechnik für Kühlung und Raumlufttechnik
•    Neubau Technikzentrale (neuer Dachaufbau in Verlängerung des vorh. Dachaufbaus)
•    Barrierefreiheit
•    Brandschutzertüchtigung
•    Schadstoffsanierung
•    Sanierung der elektrischen Anlagen

Die Kosten für Baukonstruktionen betragen rund 6.921.000 €, die Kosten für technische Anlagen (gesamt) belaufen sich auf rund 4.400.000 €.

Welche Energiekosten und Energieverbräuche werden eingespart? Technische Werte KW/h und Geldwerte?

Hörsaalgebäude-Ansicht-Osten (Zeichnung Büros Hascher Jehle Architektur, Berlin)

Eine verlässliche Einschätzung ist hier schwierig, zumal die real zu erzielenden Einsparungen von Faktoren wie beispielsweise den klimatischen Bedingungen oder auch den künftigen Energiepreisen abhängen. Die Universität hofft jedoch auf eine prozentuale Reduktion des Energieverbrauchs um ca. 50% in diesem ersten Bauabschnitt.

Welche Technologien werden eingesetzt?

Neben einer modernen Wärmedämmung erhält das Gebäude anstelle der bestehenden Glasfassade ein thermisch getrenntes Fassadensystem, das die sommerliche Wärmeeinwirkung aufgrund ihrer Sonnenschutzverglasung sowie der auf Ost- und Südseite angebrachten Außenjalousien deutlich vermindert. Um dem Denkmalschutz Rechnung zu tragen, wird die neue Fassade der bestehenden formal nachempfunden.

Zusätzliche, mechanisch gesteuerte Öffnungsflügel in der Fassade ermöglichen eine natürliche Be- und Entlüftung der Flur- und Foyerbereiche. Durch die Positionierung der Öffnungsflügel jeweils im unteren und oberen Fassadenfeld wird die natürliche Thermik genutzt, um den Wirkungsgrad der Be- und Entlüftung zu optimieren. Die natürliche Lüftung bzw. Entwärmung ersetzt im regulären Gebäudebetrieb die bisherige Klimatisierung der fassadennahen Flure und des Foyers. Für den Kühlenergiebedarf bedeutet dies eine prognostizierte Reduzierung um über 60 Prozent des bisherigen Verbrauchs, für den Gesamtstrombedarf des Gebäudes um ca. 30 Prozent.

Beleuchtung,  Sonnenschutzanlage, Lüftungsflügel, Klimaanlage und Raumlüftung werden durch eine Steuerelektronik auf dem Stand der derzeitigen Technik kontrolliert. Diese passt den Energieverbrauch an variable Parameter wie die Umgebungstemperatur und das Tageslicht an. Die über die Klimaanlage abgegebene Wärme wird zurück gewonnen, um so den Wirkungsgrad zu optimieren. Alle Leuchten in den Büro- und Seminarräumen sowie in den Fluren werden gegen energiesparende Leuchten ausgetauscht.