Hiroshima und Nagasaki – Vor 75 Jahren geschah das Furchtbare

Kassel 29.07.2020 | Gastbeitrag von Ursula Wöll  Kurz hinter Cochem an der Mosel windet sich eine kleine Straße in die Eifel hoch. Es bieten sich die reizvollsten Ausblicke ins Tal. Oben liegt der Ort Büchel …

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Renaturierung an der Lahn in Wehrda

Marburg 1.10.2010 (pm/red) Im Sommer 2001 wurden in Wehrda aus Gründen des Hochwasserschutzes die Deiche im Bereich der Flussschleife zurückverlegt. In dem neu entstandenen, etwa 30 Hektar großen Überschwemmungsgebiet sind in den letzten Jahren bereits Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt worden. So wurden Ackerflächen in Wiesen umgewandelt und 2008 entstand als Ausgleichsmaßnahme für die Windkraftanlagen in Wehrda ein 400 Meter langer Seitenarm entlang der Lahn.

Dieser Seitenarm soll um 400 Meter verlängert werden. Dabei werden auentypische Strukturen wie Kleingewässer, Kiesbänke, Inseln, Flachwasserbereiche mit Röhricht und Auenwald entstehen. Angrenzende Wiesen sollen zu artenreichen Frisch- und Feuchtwiesen entwickelt werden. Die Wiesen sind bereits seit Längerem an Landwirte verpachtet und werden nicht gedüngt und nur zweimal im Jahr gemäht. Für Fische entstehen mit den Flachwasserbereichen neue Kinderstuben. Auch für Frösche und Libellen werden neue Lebensräume geschaffen. Viele Vögel, wie Graureiher und Flussregenpfeifer, nutzen solche Auen zur Nahrungssuche und zum Brüten. Vielleicht wird sich der Weißstorch aufgrund des verbesserten Nahrungsangebots in Marburg niederlassen. In der Aue wurden zwei Storchnisthilfen errichtet.
Die Maßnahme wird 120.000 Euro kosten und wird mit Geldern aus der Ausgleichsabgabe finanziert.