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Für Stadtwerke Marburg lohnt sich ökologische Orientierung

Christof Jacobi von der Kunden- und Vertriebsberatung der Stadtwerke Marburg stellte die vielseitigen Förderprogamme der Stadtwerke vor und veranschaulichte das nicht geringe finanzielle Engagement des Marburger Energieversorgungsunternehmens mit ökologischer Grundausrichtung (Foto H.Bambey)

Marburg 15.11.2010 (yb) Zum wiederholten Mal haben die Stadtwerke Marburg als Energieversorger mit ihren Förderprogrammen den besten Platz in Hessen belegt. Dies gab den Anlass für ein Zusamentreffen und gemeinsames Gespräch in der Geschäftsstelle des BUND Marburg-Biedenkopf am Krummbogen. Professor Hans Ackermann, Leiter des Arbeitskreises Energie beim BUND Landesverband Hessen, Andrea Graf von der Öffentlichkeitsarbeit des BUND Hessen und Stadtwerkegeschäftsführer Rainer Kühne mit Vertriebsleiter Jörg Armbrüster nutzten die Gelegenheit zur Vergegenwärtigung der Positionierung und Etablierung erneuerbarer Energien.

Förderprogramme von Stromversorgern in Hessen unter der Lupe

Eingangs vergegenwärtigte Prof. Ackermann als Experte die Umweltbelastungen durch Stromerzeugung.  Beinahe 40 Prozent der CO2-Emmissionen kommen aus Kraftwerken. 100 Tonnen hochradioaktiver Abfall entsteht jährlich in deutschen Atomreaktoren. Dazu kommen Abwärmemüll in die Flüsse, Ressourcenverbrauch und Landschaftseingriffe.

Darum sollen Energieversorgungsunternehmen (EVU) Anreize für ihre Kunden zum Energiesparen geben. Von 48 EVU in Hessen leisten das bislang lediglich 15.  Bereits in den Jahren 2003, 2004 und 2007 hat der BUND Hessen diesbezügliche Erhebungen und Vergleiche angestellt, nicht zuletzt um über die Öffentlichkeit Anreize für diesbezügliches Engagement der EVU zu setzen, berichtet Andrea Graf aus dem Wirken des BUND. Lediglich 5 Energieversorger in Hessen können die Note befriedigend oder besser für sich in Anspruch nehmen. Ganz vorne stehen die Marburger Stadtwerke, die immerhin einen größeren fünfstelligen Betrag im Jahr aufwenden und beim Kauf stromsparender Haushaltsgeräte Geldförderung geben, Thermografieberatung für Häuser finanzieren oder Brennwertanlagen und Solartechnik fördern.

Das Engagement der Stadtwerke Marburg lohnt sich

Übergabe des Zertifikat als EVU mit besten Förderprogrammen zum Stromsparen von Andrea Graf, BUND Hessen, an Rainer Kühne, Stadtwerke Marburg. Ganz links Christof Jacobi, Kundenberatung Stadtwerke Marburg, ganz rechts Jörg Armbrüster, Vertriebsleiter der Stadtwerke, links neben ihm Prof. Hans Ackermann (Foto H.Bambey)

Bezüglich der klimaschonenden Wirkung energiesparender Massnahmen gibt es sowieso keine Zweifel. Doch wie gestaltet sich die Auswirkung finanzieller Anreize für weniger Stromverbrauch, wenn doch ein EVU gerade mit dem Stromverkauf seinen Umsatz und Gewinn erzielt? Die Antwort darauf von Rainer Kühne fällt eindeutig aus. Vom Imagegewinn abgesehen, der mit ökologischer Orientierung sich einstellt, können die Stadtwerke eine positive Bilanz ausweisen, sagt deren Geschäftsführer. Etwa in Gestalt von 2.600 Neukunden für ökologischen Strom, der bei den Stadtwerken ausschließlich verkauft wird. Dies sei keine geringe Zahl angesichts von etwa 30.000 Strombeziehern insgesamt.

Zudem werde der Ökostrom von den Marburger Stadtwerken preiswerter angeboten als der graue oder schmutzige Strom des Konkurrenten EON, gabe Kühne angesichts einer aktuellen Pressemeldung zur Strompreissteigerung im kommenden Jahr zu bedenken.

EVU tragen Verantwortung und müssen mehr zur Senkung des Stromverbrauches leisten

Mit dieser aufwändigen Untersuchung samt Benchmarking will der BUND nicht alleine über den Status informieren. In Zielrichtung Stromversorger sollen zusätzlich Anstösse und Anreize gegeben werden, mehr für die Beratung und Unterstützung des Einsatzes stromsparender Technologien bei Verbrauchern zu leisten. Dass dies möglich ist und Früchte trägt, wurde in Marburg einmal mehr unter Beweis gestellt.

Übersicht Förderangebote Energiesparen Stadtwerke Marburg

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Das Förderprogramm der Stadtwerke Marburg, Stand November 2010

Kunden der Stadtwerke Marburg erhalten folgende Förderungen:

  • Kostenloser Verleih von Stromverbrauchsmessgeräten.
  • Stand-by-Sparbox zum Vorzugspreis von 10 Euro.
  • Waschmaschine mit Warmwasseranschluss – Stromkunden erhalten pro Haushalt 75 Euro für ein Neugerät.
  • Erdgasherd – Erdgas- oder Wärmekunden erhalten 75 Euro pro Neugerät und bis zu 50 Prozent der Installationskosten, maximal 75 Euro.
  • Erdgaswäschetrockner – Erdgas- oder Wärmekunden erhalten
    75 Euro pro Neugerät und bis zu 50 Prozent der Installationskosten, maximal 75 Euro.
  • Wärmepumpentrockner – Stromkunden erhalten 75 Euro für ein Neugerät mit Energieeffizienzklasse A (nur eine Förderung pro Haushalt).
  • Kühl- und Gefriergeräte – Stromkunden erhalten 50 Euro für ein Neugerät mit Energieeffizienzklasse A++ (nur eine Förderung pro Haushalt).
  • LED-Lampen – Stromkunden erhalten 5 Euro pro Lampe, maximal drei Lampen je Haushalt. Bedingung: Die Lampen müssen in einem Fachgeschäft gekauft werden.
  • Programmierbare Thermostatventile – Stromkunden erhalten 10 Euro pro Ventil, maximal fünf Ventile pro Haushalt.
    Bedingungen: Die Ventile müssen mindestens zwei Heiz- und Sparzeiten bieten, und Heiz- und Spartemperaturen müssen im Bereich von 12 bis 15 Grad frei programmierbar sein.
  • Umwälzpumpe – Stromkunden erhalten 50 Euro für ein Gerät mit Energieeffizienzklasse A, maximal eine Pumpe pro Anlage.
  • Thermografie-Aufnahme – Stromkunden erhalten 100 Euro pro Haus. Bedingungen: vorab gestellter Förderantrag mit Vorlage eines Kostenvoranschlags der ausführenden Firma mit aufgeführtem Leistungsumfang; Vorlage einer Rechnung.
  • Austausch eines elektrischen Durchlauferhitzers oder Boilers – Stromkunden erhalten 100 Euro pro Anlage. Bedingung: Die Stadtwerke Marburg sind Lieferanten von Erdgas oder Wärme.
  • Thermo-Stopp-Schalter zum Vorzugspreis – für Stromkunden 10 Euro pro Schalter, für Nichtkunden 20 Euro pro Schalter.
  • Zirkulationspumpe – Stromkunden erhalten 50 Euro für den Austausch einer Zirkulationspumpe gegen ein Modell mit eingebauter Zeitschaltuhr und Thermostat, maximal ein Gerät pro Anlage.
  • Zuschuss zu Solarkollektoren – Stromkunden erhalten 250 Euro pro Anlage. Bedingung: Der jährliche solare Deckungsgrad der Warmwasserbereitung muss höher als 55 Prozent (belegt mit
    Planungsunterlagen) sein.
  • Messkosten für Solarstrom – für Netzkunden entfallen die Gebühren für Messung, Verrechnung und Datenerfassungsaufwand.
  • Erdgasfahrzeug – Energiekunden mit Premiumvertrag (Laufzeit
    zwei Jahre), die ein Erdgas-Neufahrzeug anschaffen oder ein
    maximal fünf Jahre altes Fahrzeug umrüsten, erhalten 750 Euro.
  • Umstellung auf Erdgas-Brennwerttechnik (und Solaranlage) – Wohnungs- und Hauseigentümer, die von einem anderen Energieträger auf Erdgasbrennwerttechnik gegebenenfalls mit Solarthermieanlage umstellen, erhalten je nach Größe der Immobilie zwischen 450 und 1875 Euro.

Die genauen Bedingungen zu den einzelnen Fördermaßnahmen
finden sich im Internet
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