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Berufsfachschüler erfahren die absolute Dunkelheit

Marburg 17.12.2010 (pm/red) Im Rahmen ihrer Klassenfindungstage machten die Schülerinnen und Schüler einer Klasse der Berufsfachschule der Kaufmännischen Schulen Erfahrungen der besonderen Art. Beim Besuch im „Dunkelkaufhaus“ in Wetzlar wurden sie vom blinden Metin in einen Raum mit absoluter Dunkelheit geführt.
Dabei mussten sie Gewürze an ihrem Geruch erkennen, konnten Schrift ertasten und Berufe haptisch anhand des zu befühlenden Handwerkszeugs erraten. Als Abschluss dieser Führung unter anderen Sinneseindrücken konnten im Dunkelcafé Getränke und kleine Snacks verzehrt werden. Dabei konnten die sensibilisierten Schülerinnen und Schüler ihrem Führer Metin ein paar Fragen zu seinem Leben zu stellen.

„Sind Sie schon blind geboren worden, oder sind Sie erst später erblindet?“, wollte Yasmin wissen. „Haben Sie Kinder?“, „Können Ihre Kinder sehen?“, „Ist Ihre Frau auch blind?“. Diese und noch mehr Fragen beantwortete Metin offen, geduldig, freundlich und mit viel Humor. Er zeigte den Schülerinnen und Schülern, dass sich sein Leben nicht so sehr von dem ihren unterscheidet, wie mancher das vielleicht vermutet hatte.

Als die Führung zu Ende war, waren dennoch alle erleichtert, wieder sehen zu können. „Ich habe mein eigenes Sehen gar nicht mehr selbstverständlich genommen, als wir dann auf der Straße waren“, sagte Marina. Und Jonny stellte fest: „Man musste sich ganz schön auf sein Gehör verlassen“. Labinot konnte einfach nicht glauben, dass „blinde Menschen so einen guten Orientierungssinn haben“. Denn für ihn war die einzige Sicherheit in der Dunkelheit die Wand, an der er sich entlang getastet hat. Alles in allem waren sich die Schülerinnen und Schüler aus Marburg einig, dass der Besuch im Dunkelkaufhaus ein Highlight der Klassenfindungstage war.