Nutzungsverzicht im Wald schadet Wald und Klima:  Nabu Hessen fordert eine großzügige Ausweisung von Wald-Wildnisgebieten

Kassel 08.01.2020 Gastbeitrag von Roland Irslinger | In der Wohlfühl-Ökoszene um Autor Peter Wohlleben herrscht die Meinung, man solle wegen des Klimaschutzes den Wald besser in Ruhe lassen statt ihn zu nutzen. In einer Studie …

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Weitere Kürzung aus Wiesbaden bedroht Jugendwaldheim in Roßberg in Existenz

Marburg 16.3.2011 (pm/red) Wegen Stellenkürzung seitens des hessischen Kultusministeriums gerät im Landkreis Marburg eine weitere Einrichtung in eine akute Existenzbedrohung. Nach dem Arbeitsgericht in Marburg geht es nunmehr um das Jugendwaldheim in Roßberg (JWH). Dieses Jugendwaldheim ist ein wichtiger Ort außerschulischer Bildung. Das hessische Kultusministerium will die ehemals 40 Stunden umfassende Lehrerstelle am JWH nach bereits erfolgter Kürzung auf 28 Stunden zum kommenden Schuljahr auf 6 Stunden zusammenstreichen. Solche Kürzung würde wohl das Aus nach 20 Jahren erfolgreicher außerschulischer Bildung mit Tausenden von Schülern aus Marburg und dem Landkreis bedeuten.
Dies alarmiert Eltern in der Stadt und im Landkreis. So tritt der Stadtelternbeirat mit dem Kreiselternbeirat mit einer Presseerklärung gemeinsam an die Öffentlichkeit. Die Elternbeiräte rufen zum Protest gegen diese destruktive Sparmaßnahme auf. Die Eltern erhoffen sich breite Unterstützung mit dieser Aktion zu Gunsten des Erhalts des Jugendwaldheims in Roßberg.

Nachfolgend wörtlich die Presseerklärung:

Jugendwaldheim in Roßberg droht Schließung – Eltern sind empört

Gemeinsame Presseerklärung von Stadtelternbeirat und Kreiselternbeirat

Der Stadtelternbeirat Marburg und der Kreiselternbeirat Marburg-Biedenkopf sind äußerst besorgt über die bevorstehende erneute Stellenkürzung im Jugendwaldheim Roßberg (JWH). Bereits zum laufenden Schuljahr wurde seitens des hessischen Kultusministeriums die Lehrerstelle von 40 auf 28 Stunden gekürzt. Im kommenden Schuljahr 2011/12 sollen nach jüngsten Informationen nur noch 6 Wochenstunden zur Verfügung stehen. Das ist viel zu wenig, um sinnvolle und nachhaltige Arbeit zu machen! So wird dieses Projekt nach 20 Jahren wertvoller Arbeit sterben müssen.

Die Elternvertreter sind davon überzeugt, dass die Arbeit des JWH wertvolle, den schulischen
Unterricht ergänzende Pädagogik beinhaltet. Besonders Aspekte des naturwissenschaftlichen
Unterrichts können hier mit allen Sinnen, Hand und Herz erfahren werden. Jedoch werden auch die
die Natur bezogene Allgemeinbildung und das Umweltbewusstsein der Schüler durch diesen außerschulischen Lernort erheblich gefördert. Die Eltern wünschen sich das weiterhin für ihre und auch für künftige Schülergenerationen.

Dankenswerterweise haben der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Marburg das Jugendwaldheim in der Vergangenheit sehr unterstützt und wollen dies auch in Zukunft tun. Jedoch muss die Landesregierung mit entsprechender Stellenzuweisung dazu beitragen. Am Unterricht darf nicht gespart werden, auch nicht am außerschulischen!

Der Vorstand des Stadtelternbeirates
Bernd Mönnich, Vorsitzender, Gabriele Leder, Stellvertreterin, Kerstin Cramer, Pressewartin

Der Vorstand des Kreiselternbeirates
Günther Burck, Vorsitzender, Monika Kruse, Stellvertreterin, Heike Radtke, Schriftführerin

—> weiterer Bericht: MdL Angela Dorn besorgt über Zukunft vom Jugendwaldheim Roßberg