Freilichtmuseum Zeiteninsel soll am zum Internationalen Museumstag 2022 eröffnen

Marburg 20.05.2019 (pm/red)  Die “Zeiteninsel – Freilichtmuseum im Marburger Land“ nimmt weiter Gestalt an. Nun stellten die Genossenschaft der Zeiteninsel, die Gemeinde Weimar, die Stadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf den Zeitplan für den weiteren …

Lesen Sie den gesamten Beitrag »
Philipps-Universität

Stadt Marburg

Verkehr

Kultur

Wohnen

Home » Bildung, Kultur, Soziales, Stadt Marburg

Marburger Leuchtfeuer 2011 geht an Katja Urbatsch

Marburg 5.4.2011 (pm/red) In diesem Jahr wird das „Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte“ 2011 an die Pädagogin Katja Urbatsch aus Gießen verliehen, Oberbürgermeister Egon Vaupel und Franz-Josef Hanke, Humanistische Union, mitteilen.

Am Dienstag 19. April, wird OB Vaupel den undotierten Preis im Historischen Saal des Marburger Rathauses überreichen. Die Laudatio wird Thorsten Schäfer-Gümbel halten. Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag kennt die Preisträgerin aus gemeinsamem Engagement zugunsten von Bildungsgerechtigkeit.

Bildungschancen für Menschen aus bildungsfernen Familien

Die 32-jährige Katja Urbatsch setzt sich für gleichberechtigte Bildungschancen gerade auch von Menschen aus bildungsfernen Familien ein. Mit dem Aufbau des bundesweiten Netzwerks „ArbeiterKind“ hat Katja Urbatsch sich vor allem dem ungehinderten Zugang junger Menschen aus Arbeiterfamilien zur Hochschulbildung gewidmet. Mit Beratung und einem Mentorenprogramm engagiert sie sich gemeinsam mit anderen Akademikern aus eher bildungsfernen Familien für den gleichberechtigten Zugang zur Universität und weiteren akademischen Karrieremöglichkeiten.

Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte

Seit 2005 würdigen die Humanistische Union (HU) und der Magistrat der Universitätsstadt Marburg mit dem „Marburger Leuchtfeuer“ das herausragende Engagement zugunsten der Bürgerrechte sozial benachteiligter Mitmenschen. Die Auszeichnung soll Einsatz für den Respekt aller Menschen ohne Ansehen ihrer gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder gesundheitlichen Lage würdigen.

Bei der ersten Preisträgerin Ulrike Holler (2005) wurde respektvolle Berichterstattung über sozial benachteiligte Menschen gewürdigt. 2006 repräsentierte Prof. Friedhelm Hengsbach SJ die praktische Übertragung ethischer und philosophischer Grundhaltungen auf sozial gerechte Strukturen der Arbeitswelt und im Alltagsleben.

Die langjährige Marburger DGB-Kreisvorsitzende Käte Dinnebier stand 2007 stellvertretend für den Kampf von Frauen um Gleichberechtigung, gleiche Entlohnung und gleiche Bildungschancen. Prof. Rolf Schwendter hat sich in herausragender Weise für Alternativen zur Sozialen Ausgrenzung in Wirtschaft, Kultur und Arbeitsleben eingesetzt.
Die Pädagogin Sabriye Tenberken wurde 2009 für ihre entwicklungspolitische Bildungsarbeit mit blinden Kindern in Tibet und Indien ausgezeichnet. Der Giessener Arzt und Psychiater Prof. Horst-Eberhard Richter erhielt den Preis 2010 für seinen Einsatz zu Gunsten psychisch erkrankte Mitbürger.

Preisträgerin Katja Urbatsch aus Gießen

In diese illustre Reihe klangvoller Namen fügt sich Katja Urbatsch lückenlos ein. Die Jury rückt mit der Preisträgerin 2011 das Recht auf freie und ungehinderte Bildung in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen. In ihrer Arbeit sieht die Jury ein Vorbild für die praktische Vermittlung zwischen Arbeiterfamilien und der akademischen Welt. Dabei versteht sie Beratung und Mentoring als systematische Hilfe zur Selbsthilfe. die Preisträgerin lebt und wirkt, wie der Preisträger 2011, Horst Eberhard Richter, in Gießen.