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Werden Wasserkünste und Herkules in Kassel-Wilhelmshöhe UNESCO-Welterbe?

Kassel/Marburg, 5.9.2011 (pm/red) Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann hat vor wenigen Tagen den Welterbe-Antrag „Wasserkünste und Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe“ unterzeichnet. Damit sind die langjährigen Vorarbeiten des Landes Hessen für dieses Projekt abgeschlossen, und das Vorhaben geht nun in seine internationale Phase.

Eine Anerkennung als Welterbe der UNESCO als wichtigstem Denkmalschutz-Prädikat der Weltgemeinschaft wäre die Krönung jahrzehntelangen Bemühens von vielen, Lohn für die Mühen und die Arbeit der vergangenen Jahre, so die Ministerin. Kernstück der Bewerbung ist ein rund 280 Seiten starkes Dossier mit den wesentlichen Aussagen zum außergewöhnlichen universellen Wert der Wasserkünste und des Herkules.

Der Bergpark steht bereits seit den achtziger Jahren auf der deutschen Vorschlagsliste für das Welterbe. Die jetzigen Antragsunterlagen waren seit 2007 von einer Arbeitsgemeinschaft des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Landesamts für Denkmalpflege Hessen, der Museumslandschaft Hessen Kassel, der Stadt Kassel und Bürgervertretern erarbeitet worden.

Im Hinblick auf das von der UNESCO für ein Welterbe geforderte zentrale Kriterium des außergewöhnlichen, universellen Werts bekräftigte die Ministerin: „An keinem anderen Ort der Erde ist es dem Menschen gelungen, die Beherrschung der Natur am Beispiel des Wassers derart monumental in Szene zu setzen wie in Kassel. Der 550 Hektar große Bergpark mit seinen künstlerisch wie technisch raffinierten Wasserkünsten und dem Wassereinzugsgebiet ist ein einzigartiges Beispiel für den fürstlichen Repräsentationswillen des Absolutismus. Das Zusammenwirken von Kunst und Architektur, naturwissenschaftlichem und technischem Wissen diente vor allem dazu, die Stellung der Kasseler Fürsten gegenüber den anderen europäischen Herrscherhäusern zu steigern. Die rationale Beherrschung von Natur spiegelt darüber hinaus das Menschen- und Weltbild der Gründungsepoche des Bergparks, des Barock.“

Das Land Hessen als Eigentümer des Bergparks sei sich der internationalen Bedeutung seines Kasseler Erbes sehr wohl bewusst, sagte Kühne-Hörmann. Daher realisiere man hier mit einem Volumen von rund 200 Millionen Euro auch eines der größten Kulturinvestitionsprogramme in Deutschland, in dessen Mittelpunkt die Architekturen und Gartenanlagen des Bergparks Wilhelmshöhe stünden.

Der Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel, Prof. Dr. Bernd Küster, würdigte ebenfalls die Zusammenarbeit von Experten, Wissenschaftlern und vielfältigen Initiativen, die den Prozess großartig unterstützt hätten: „Jetzt können wir gemeinsam mit der Kasseler Bevölkerung den Weg in Richtung Welterbe 2013 weitergehen.“
Prof. Dr. Gerd Weiß, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege Hessen und Welterbebeauftragter der Landesregierung, sagte: „Die Wasserkünste und der Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe nehmen eine weitere Hürde auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe. Ganz besonders freue ich mich, dass es gelungen ist, die Interessen aller Akteure aus Bund, Land und Stadt miteinander in Einklang zu bringen und das Ziel einer Eintragung auf die UNESCO-Liste des Welterbes gemeinsam zu verfolgen.“

Nach der Unterzeichnung durch die Ministerin als Repräsentantin des Vertragsstaats Deutschland wird das Sekretariat des UNESCO-Welterbezentrums den Antrag in den nächsten Wochen zunächst auf formale Korrektheit hin prüfen. Bis zum 1. Februar 2012 muss das Dokument dann auf dem offiziellen Weg über die Kultusministerkonferenz, das  Auswärtige Amt und die Ständige Vertretung Deutschlands bei der UNESCO dem UNESCO-Welterbezentrum in Paris zur Begutachtung eingereicht sein. Dann wird der Antrag von Experten im Auftrag des Welterbekomitees auch an Ort und Stelle in Kassel evaluiert werden. Schließlich wird das Welterbe-Komitee voraussichtlich bei seiner 37. Sitzung im Sommer 2013 über den Antrag entscheiden.

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