Finale furioso mit Freibier Symposium und Techno-Rave unterm Wursthimmel

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Wirtshaus an der Lahn mit neuem Verkaufspavillon – gelungene Gestaltung von Mensahof

Geradlinig, grau, schmucklos, funktionsgerecht, dabei nicht störend, zeigt sich der neue Verkaufspavillon vor dem Mensabauwerk zur Lahnseite. (Fotos Hartwig Bambey)

Marburg 26.4.2012 (yb) Zugleich das Ende einer Langzeitbaustelle in der Mitte der Stadt bedeutete in der vergangenen Woche die Eröffnung des neuen Verkaufspavillon ‚Auszeit‘ auf dem Lahndeich vor der Mensa durch das Studentenwerk. Mehrere Jahre ist dort gebaut und umgestaltet worden. Der Hochwasserschutz wurde verbessert, der Hermann-Cohen-Weg auf dem Deich wurde verbreitert, der Mensahof wurde lahnseitig neu gestaltet und eine neue Mensabrücke gibt es auch. Eine ganze Menge, nimmt man die neu geschaffenen Lahnterassen uferseits und benachbarte Appartementanlage dazu, ist dort sehr viel gebaut worden. Zuerst hatte das Studentenhaus bereits eine energetische Modernisierung erhalten. Viele Baumaßnahmen und Umgestaltungen samt eines Kiosks zur gastronomischen Außenversorgung bringen viel Fortschritt. Um so ärgerlicher ist, dass der südliche Teil des Freibereiches am Studentenhaus runtergekommen bleibt, wie er war.

Bei der Vorstellung des neuen Verkaufspavillons, der doppeldeutig ‚Auszeit‘ benamt worden ist, zeigte sich Uwe Grebe, Geschäftsführer des Studentenwerks Marburg, erfreut über die Inbetriebnahme dieses letzten Bausteins im Zuge der Umgestaltung. An Gäste im Außenbereich werden dort Speisen und Getränke direkt verkauft und ausgegeben. Der kubische Verkaufspavillon auf 30 qm Grundfläche wurde samt technischer Ausstattung für 110.000 Euro gebaut. Unter grauer Außenhaut, belegt mit recycelten Kunstoffplatten, sind dreiseitige Edelstahltheke und Kühltechnik eingebaut. Zur Fassade des Studentenhauses und dem neuen Mensahof fügt sich die klare und kubische Gestaltung ein.

Dass Gestaltung mit und in Beton möglich ist und gelingen kann, zeigt der neue Mensahof mit Hochwasserschutzmauer, Bodengestaltung und Sitzgarnituren aus Beton und Holz.

Der lahnseitige Mensahof präsentiert sich jetzt hinter einer angewinkelten Sichbetonmauerkonstruktion mit breitem Treppenabgang und Rampenanlagen. Zusammen mit Sitzgruppen und farbig abgesetzter Gesamtfläche aus Betonstein wird dort durchaus ein Vorbild für mögliche Freiflächengestaltung gezeigt. Dafür haben sich die langwierigen baustellenbedingten Einschränkungen gelohnt.

Ein durchaus reizvoller Blick zur Altstadt bietet sich vom neu gestalteten Teil des Mensahofs.

Umso bedauerlicher ist es, dass man sich mit einer unfertigen Gesamtanlage zufrieden gibt. Bei dem universitären, studentischen und gastronomischen Hotspot in Marburg, dem Wirthaus an der Lahn unserer Tage, geben sich die Baubeteiligten mit einer Teilgestaltung des Außenbereiches zufrieden. In diesem öffentlichen Bereich von Marburg sind Millionen Euro verbaut worden. Täglich gehen, stehen, sitzen und passieren dort Tausende Menschen, ob Studierende, Werktätige, Flanierende oder Touristen. Für den südlichen Mensahof war kein Geld da. Da gibt es eine neu mit Schotterrasen gestaltete Fläche. Das wird dort absehbar nicht funktionieren, bringt vor allem dreckige und staubige Füsse. Schlimmer noch zeigt sich die Fläche unterhalb der Milchbar. Runtergekommen, nichts gemacht.

Trotz Frühjahrsblüte zeigt sich der südliche Teil des Mensahofes unterhalb der Milchbar wenig einladend. Aus Gründen der Gastlichkeit und Wertschätzung gegenüber studentischen und anderen Nutzern verdient es diese hochfrequentierte Fläche genauso mit neuen Pflaster oder Plattenboden und vor allem ordentlichen Sitzmöbeln ausgestattet zu werden. Gerade damit kann sich die Philipps-Universitität in ein besseres Licht setzen und anziehender werden. Der neue gestaltete lahnseitige Bereich zeigt dass und wie es geht und trägt mit dem großem Kontrast unbedingt die Aufforderung in sich dort nach zu arbeiten. (Fotografien © Hartwig Bambey)

Verantwortlichen von Universität und Universitätsstadt Marburg sei dorthin eine Exkursion empfohlen, um vor Ort beraten zu können, wie dieser blamable Rückstand aus der Welt geschaffen werden kann. Das Studentenwerk ist nur Betreiber, nicht Bauherr. Vielleicht machen Stadt und UNI dafür eine ARGE, notfalls zu finanzieren aus gespendeten Geldern.