Nutzungsverzicht im Wald schadet Wald und Klima:  Nabu Hessen fordert eine großzügige Ausweisung von Wald-Wildnisgebieten

Kassel 08.01.2020 Gastbeitrag von Roland Irslinger | In der Wohlfühl-Ökoszene um Autor Peter Wohlleben herrscht die Meinung, man solle wegen des Klimaschutzes den Wald besser in Ruhe lassen statt ihn zu nutzen. In einer Studie …

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CDU lädt ein zum Tag der Deutschen Einheit

Marburg 16.9.2012 (pm/red) Die CDU Marburg-Biedenkopf lädt ein zum Festakt zum Tag der Deutschen Einheit für Mittwoch, 3. Oktober – 15.00 Uhr, in das Villa Vita Hotel & Residenz Rosenpark Marburg, Raum ‚Vivaldi‘. Diesjähriger Ehrengast und Festredner wird der Autor, Publizist und ehemalige DDR-Fluchthelfer Wolfgang Welsch sein. Bekanntheit erlangte er durch sein Buch ‚Staatsfeind Nr. 1‘, in dem er über Verfolgung, Folter, Brutalität und Haft in der DDR berichtet.

Über den Autor: Nach einem Fluchtversuch aus der DDR im Mai 1964 wurde der Schauspieler Wolfgang Welsch zu zwei Jahren Haft verurteilt. In Haft wurde er durch Angehörige des Ministeriums für Staatssicherheit misshandelt. Das Angebot, in die Bundesrepublik ausreisen zu können, lehnte er ab, weil er einen Film über seine Erfahrungen und das System DDR plante. Nach Verrat wurde Welsch erneut verhaftet. Da das Ministerium für Staatssicherheit noch nicht erfahren hatte, dass er mit den Dreharbeiten begonnen hatte, wurde Welsch lediglich wegen Vorbereitungen eines ‚Hetz-Films‘ verurteilt. Das Urteil lautete fünf Jahre Haft wegen Hochverrates.

Nach seiner zweiten Verhaftung kam es neben Folterung auch zu Isolationshaft und zu einer Scheinhinrichtung, um den Gefangenen geständig zu machen. Im Gerichtssaal warf Welsch nach der Urteilsverkündung dem Staatsanwalt Methoden aus dem Dritten Reich vor, die aus einem DDR-Bürger, der nicht mehr in der DDR leben wollte, einen widerständigen Staatsfeind gemacht hatten. Im Jahre 1971 zählte Welsch zu den Häftlingen, die auf Initiative von Willy Brandt freigekauft wurden. Er studierte an der Universität in Gießen Politikwissenschaft und Soziologie und promovierte 1977 mit einer Dissertation über das Ministerium für Staatssicherheit.

Zugleich begann Welsch mit dem Aufbau einer Fluchthelferorganisation, die etwa 200 Menschen bei der Flucht aus der DDR half. Dadurch geriet er erneut in das Visier des MfS. Es folgten Mordanschläge auf Welsch, die von Erich Mielke angeordnet worden waren. Zuerst wurde eine Bombe in seinem Auto in Westdeutschland platziert. Nach Fehlschlagen dieses Versuchs lockte ihn sein mittlerweile guter Freund, der vom MfS eigens auf Welsch angesetzt worden war, nach England, wo ein Scharfschütze während einer Autobahnfahrt auf ihn schoss. Einen dritten Mordanschlag in Israel mit einer 10-fach tödlichen Dosis des hochgiftigen Schwermetalls Thallium, überlebte Welsch nur knapp. Wolfgang Welsch lebt heute als freier Autor und Publizist in Sinsheim.