Einladung zum Marburger Friedensforum: Abrüsten statt Aufrüsten – Sicherheit neu denken

Marburg 10.08.2019 (pm/red) Krieg, Armut, Verzweiflung, Flucht – die Politik braucht Nachhilfe. Kampf um Ressourcen, Militäreinsätze und Rüstungsgeschäfte stehen dem Frieden im Weg. Noch mehr Geld für die Rüstung und Militäreinsätze? Nein – aktive Friedenspolitik …

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Neuorganisation des Mülltransports mit Umschlaghalle an der Müllumladestation in Wehrda und neuen Lastwagen

Marburg 15.10.2012 (pm/red)  ‚Gut für die Umwelt und den Geldbeutel‘ – unter diesem Motto wurden die Hausmülltransporte im Landkreis Marburg-Biedenkopf jetzt neu organisiert. Alles, was im Landkreis in den grauen Restmülltonnen landet, kommt nach der Einsammlung zunächst zur Müllumladestation in Marburg-Wehrda. Dort sorgt die Abfallwirtschaft Lahn-Fulda (ALF) dafür, dass die Abfälle umgeladen und zu der jeweiligen Entsorgungsanlage transportiert werden.

Bis Ende 2000 erfolgte der Abtransport des Hausmülls überwiegend über die Schiene. Zu Beginn der 1990er-Jahre waren das immerhin noch rund 50.000 Tonnen pro Jahr. Mit dem Ausbau der getrennten Sammlung von Altpapier, Bioabfällen, Altglas und Verpackungsabfällen nahmen die Menge des Hausmülls und damit auch die per Bahn zu transportierende Menge allerdings deutlich ab. Die Bahntransporte wurden hierdurch zunehmend unwirtschaftlich und bei der im Jahr 2000 durchgeführten Ausschreibung waren die Straßentransporte pro Jahr rund 360.000 Euro günstiger.

Bis heute wurde der Hausmüll daher über die Straße zu den Entsorgungsanlagen transportiert. Seit 2005 ist das Müllheizkraftwerk Kassel Partner der beiden Landkreise und übernimmt deren Hausmüll. Derzeit kommen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf noch rund 28.400 Tonnen Hausmüll pro Jahr, die auf der Müllumladestation Marburg-Wehrda in Großcontainer umgeladen und im Anschluss nach Kassel gefahren werden. Bei jedem Transport mit Großcontainern rollen 17 Tonnen Hausmüll über die Straße. Auf das Jahr hochgerechnet sind also 1.670 Fahrten nach Kassel erforderlich.

Laut Winfried Becker, als Erster Kreisbeigeordneter des Schwalm-Eder-Kreises auch Vorstands-Vorsitzender der ALF, wird sich die Anzahl der Fahrten in Zukunft deutlich auf rund 1.100 pro Jahr reduzieren. Möglich werde dies durch den Bau einer neuen Umschlaghalle, die jetzt auch eine Beladung von Sattelaufliegern mit Schubboden zulässt. Die neuen Fahrzeuge können bei gleichem Gesamtgewicht jetzt rund 25 Tonnen Hausmüll und damit ein Drittel mehr als die aktuell eingesetzten Containerfahrzeuge laden. Die Bauarbeiten für die neue Halle begannen im Februar. Ende August konnte die rund 900.000 Euro teure Anlage in Betrieb genommen werden.

Die Abfallwirtschaft Lahn-Fulda hat den eigenen Fuhrpark um einen Radlader und zwei Sattelzugmaschinen erweitert. Damit können jetzt auch die Hausmülltransporte von Marburg nach Kassel vom Verband selbst durchgeführt werden. Dass sich die Investitionen unter dem Strich rechnen werden, steht für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Landrat Robert Fischbach schon jetzt fest. „Wir haben bereits vier Jahre Erfahrungen bei den Hausmülltransporten von Wabern nach Kassel gesammelt und wissen, dass dies mit eigenem Personal und Fuhrpark nicht nur funktioniert, sondern letztendlich auch günstiger ist“, erklärt Fischbach.

Pro Jahr rechnet der Verband mit Kosteneinsparungen von rund 90.000 bis 100.000 Euro. „Der Bau der Müllumschlaghalle hat sich betriebswirtschaftlich somit nach rund neun bis zehn Jahren amortisiert, die Reduzierung des Transportaufkommens auf der B 3 beginnt allerdings sofort“, freut sich der Landrat.