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Dokumente hessischer Geschichte online recherchierbar

Marburg 2.12.2012 (pm/red)  Rund 60.000 digitale Abbildungen von Kulturgütern in Hessen stehen ab sofort über das Recherche-Portal der Deutschen Digitalen Bibliothek zur Verfügung. Die hessischen Staatsarchive und das Hessische Landesamt für Denkmalpflege stellen in einem Recherche-Portal ihre Bestände in einen über Kultursparten hinweg recherchierbaren Kontext.

Unter den Dokumenten befindet sich zum Beispiel die älteste überlieferte Pergamenturkunde im deutschsprachigen Kulturkreis. In dieser Urkunde aus dem Jahr 760 wird eine Schenkung von König Pippin an das damals neu errichtete Kloster Fulda dokumentiert. Diese und viele andere hessische Urkunden sind über die Deutsche Digitale Bibliothek online recherchierbar. Die Deutsche Digitale Bibliothek ist eine gemeinschaftliche Initiative von Bund und Ländern. Das Land Hessen beteiligt sich mit rund 100.000 Euro pro Jahr an den laufenden Kosten.
Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen stellt der Deutschen Digitalen Bibliothek zum Start der Beta-Version die Digitalisate von mehr als 13.000 wissenschaftlich erforschten und dokumentierten Kulturdenkmälern zur Verfügung. Neben umfangreichen Begründungstexten stehen damit in der Recherchesparte ‚Denkmalpflege‘ auch über 26.000 digitalisierte Abbildungen bereit. Das Landesamt für Denkmalpflege betreibt dazu ein Webportal. Die dort vorhandenen Daten sind jetzt auch über die Deutsche Digitale Bibliothek zugänglich.
Die hessischen Staatsarchive machen insgesamt rund 32.000 Digitalisate über die Deutsche Digitale Bibliothek recherchierbar. Sie betreiben das Recherche-Portal HADIS und stellen nun einen Teil der Digitalisate über die Deutsche Digitale Bibliothek zur Verfügung. Dieser Urkundenbestand enthält den Großteil der Urkunden der Reichsabtei Fulda. Es handelt sich dabei aufgrund des Alters, der Überlieferungsdichte und der europäischen Dimensionen um einen der bedeutendsten Bestände im deutschsprachigen Raum: Die Reichsabtei Fulda war wegen ihrer kirchen- und reichspolitischen Rolle eine der wichtigsten Abteien im Heiligen Römischen Reich.

Weiterhin befinden sich unter den Digitalisaten historisch interessante Dokumente wie zum Beispiel die Wilhelmshöher Kriegskarten, in denen Kriegsschauplätze in Europa und Amerika vom 16. Jahrhundert bis zu den napoleonischen Kriegen durch Kupferstiche und Handzeichnungen dokumentiert werden. Von besonderer Qualität sind die hessischen Karten vom amerikanischen Unabhängigkeitskrieg aus den Jahren ab 1775.
In sachthematischen Reihen sind digitale Bilddokumente zu Ereignissen in der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, im Großherzogtum, im Volksstaat und im Bundesland Hessen zusammengefasst. Weitere Bilder illustrieren die Geschichte von Archiven, Militär, Polizei, Parteien, Vereinen, Verbänden, Wirtschaft, oder sie zeigen Brauchtum und einzelne Bevölkerungsgruppen.