Strohballen statt Beton – Mönche bauen nachhaltiges Gästehaus

Kassel 06.04.2021 Gastbeitrag von Ursula Wöll Der Klimawandel ist allgegenwärtig und wirksame Maßnahmen werden diskutiert. Neben einer Energieerzeugung mit Windkraft und Sonnenenergie und einer Verkehrswende hat das Bauen einen gewichtigen Anteil an einer umweltfreundlichen oder …

Lesen Sie den gesamten Beitrag »
Energie

Bildung

Hessen

Kassel

Willingshausen

Home » Forschung, Philipps-Universität

Synthetische Biologie im Dialog: Begriffe vom Leben

Marburg 29.10.2013 (pm/red) Mit einer Podiumsdiskussion startet die Veranstaltungsreihe „Synthetische Biologie im Dialog“. Was verstehen wir heute unter Leben? Was hat dieses Verständnis von Leben geprägt? Und wie wird es durch die modernen Lebenswissenschaften und ihre Technologien verändert? Fragen dieser Art gehen Prof. Jörg Hacker, Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, und Prof. Gerald Hartung vom Philosophischen Seminar der Universität Wuppertal im Rahmen der Veranstaltung „Leben“ am Mittwoch, den 6. November in je 30-minütigen Vortrag nach. Anschließend werden die unterschiedlichen Zugangsweisen, Vorverständnisse und Konzeptionen der Lebens- und der Geisteswissenschaften vom Begriff „Leben“ im Gespräch mit dem Biologen Prof. Michael Bölker und dem Theologen Prof. Friedemann Voigt, beide Mitglieder des LOEWE-Zentrums für Synthetische Mikrobiologie, beleuchtet.

Die Synthetische Biologie zeichnet sich durch ihren ingenieurswissenschaftlichen Ansatz aus: Man versucht hier, einzelne Zellen oder ganze Organismen in ihre Funktionseinheiten zu zerlegen, quasi ihre Schaltkreise zu verstehen. Gelingt dies, sollte man auch einzelne Funktionseinheiten austauschen oder gar durch synthetische Module ersetzen können. Dieser Ansatz gilt vor allem für den Einsatz in Biotechnologie und Biomedizin als vielversprechend, soll aber auch ganz allgemein dem besseren Verständnis der grundlegenden Vorgänge in Zellen und Organismen und damit letztlich von „Leben“ dienen – nur wer ein System nachbauen kann, hat es auch wirklich verstanden, meinen die Vertreter der Synthetischen Biologie.

Diese Auffassung von „Leben“ unterscheidet sich jedoch von den Vorstellungen und Begriffen des Lebens, wie sie in der Kultur, der Literatur und den Geisteswissenschaften gegenwärtig sind. Diese Unterschiede führen häufig zu Missverständnissen und Misstrauen. Die Veranstaltungsreihe bringt Vertreter dieser unterschiedlichen Perspektiven miteinander ins Gespräch, um zu einem besseren Verständnis der gegenwärtigen Debatten um die Synthetische Biologie beizutragen.

Die Auftaktveranstaltung „Leben“ am Mittwoch, 6. November, beginnt um 18.00 Uhr im Chemikum, Großer Hörsaal, in der Bahnhofstraße 7, in Marburg.

Weitere Information dazu finden sich online: http://www.synmikro.com/de/aktuelles/news/546-synthetische-biologie-dialog.html