Mit fremden Federn – Nicht nur Native Americans trugen Federschmuck

Marburg 20.06.2019 (pm/red) Gastbeitrag von Ursula Wöll Das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur in Wiesbaden präsentiert eine ethnologische Sonderausstellung unter dem Titel „Mit fremden Federn“. Sie ist nicht nur prächtig anzusehen, sondern informiert auch …

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Imkerverein beklagt milde Winter

Die Honigurkunden-Träger 2016 vor dem Bienenstand von Manfred Weber hinter dem Vereinshaus der Kleingärtner im Afföller. Stolz zeigen ihre Urkunden von links nach recths: Astrid Obermann (Gold), Ulrich Backes (Silber), Tobias Müller (Silber), René Linke (Gold), Margarete Ritterbusch-Kull (Gold), Gabriele Reuter (Silber) und Gottfried Schoof (Gold, im letzten Jahr Silber). Nicht auf dem Foto zu sehen sind: Hans-Jürgen Arnold (Silber) und Liane Kreuzfeld (Bronze). Foto Dr. Jörg Klug

Die Honigurkunden-Träger 2016 vor dem Bienenstand von Manfred Weber hinter dem Vereinshaus der Kleingärtner im Afföller. Stolz zeigen ihre Urkunden von links nach recths: Astrid Obermann (Gold), Ulrich Backes (Silber), Tobias Müller (Silber), René Linke (Gold), Margarete Ritterbusch-Kull (Gold), Gabriele Reuter (Silber) und Gottfried Schoof (Gold, im letzten Jahr Silber). Nicht auf dem Foto zu sehen sind: Hans-Jürgen Arnold (Silber) und Liane Kreuzfeld (Bronze). Foto Dr. Jörg Klug

Marburg 22.03.2016 (red) Zum 155. Mal trafen sich etwa ein Drittel der Mitglieder des Imkervereins Marburg und Umgebung e.V. zur Jahreshauptversammlung. Bevor es zur eigentlichen Tagesordnung ging, wurde dem im letzten Jahr verstorbenen Mitglied Wilhelm Althaus gedacht, der auch lange Jahre Ortsvorsteher von Michelbach war und in 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde.

Mit aktuell 185 Mitgliedern bleibt der Verein nach Kassel der zweitgrößte Imkerverein in Hessen. Vorsitzender Rudi Zander berichtete, dass das Durchschnittsalter nach wir vor hoch bei 59 Jahren liegt, aber auf der anderen Seite knapp ein Drittel der Mitglieder erst 19 bis 29 Jahre alt sind. Auch der Frauenanteil steigt kontinuierlich und liegt derzeit bei 18 Prozent. Obwohl die Mitglierderzahl erneut leicht gestiegen ist, sank die Zahl der gehaltenen Bienenvölker zum ersten mal unter die 1.000er-Marke im Vereinsgebiet. Im Durchschnitt hält ein Imker oder eine Imkerin heute also ein Bienenvolk weniger als noch vor sechs Jahren.

Für die Teilnahme an der alljährlichen Honigbewertung wurden 20 Alt- und 28 Neuimker eingeladen. Nur drei Altimker, aber dafür zwölf Jungimker sind dieser Einladung gefolgt. Wogegen im vergangenen Jahr nur eine Urkunde in Gold für hervorragenden Honig vergeben werden konnte, waren es in diesem Jahr gleich vier, und gleich drei davon gingen an Jungimker. Darüber hinaus gab es vier Urkunden in Silber und eine in Bronze.

Die Honige der anwesenden Teilnehmer der Honigbewertung konnten zum Abschluß der Versammlung im Vergleich begutachtet werden. Auch der Deutsche Imkerbund hat im Rahmen seiner Honigmarktkontrolle erneut den Honig eines Vereinsmitglieds untersucht.

Bienenvölker durch Varroa-Milbe belastet
Tierarzt Dr. Sven Hoffmann berichtete der Versammlung im Anschluß zum Thema Bienengesundheit. Das Hauptproblem der Bienenvölker sei nach wie vor die Belastung durch die Varroa-Milbe. Dadurch, dass die Winter im Mittel milder geworden sind, legen die Bienenvölker kaum noch eine Brutpause ein, was die Bekämpfung der Varroamilbe im Winter deutlich erschwert. Denn die Parasiten können sich in den verdeckelten Brutzellen vor der Behandlung „verstecken“.

Honigbiene auf einer Löwenzahnblüte. (Foto Steffen Banhardt cc)

Honigbiene auf einer Löwenzahnblüte. Foto Steffen Banhardt cc

Die Hälfte aller Völker in Hessen soll in diesem Winter nicht brutfrei gewesen sein. Obwohl die Völkerverluste im Herbst erfreulich niedrig waren, läßt der erneut milde Winter eine sehr hohe Milbenbelastung bereits im Frühjahr/Sommer und nicht erst im Herbst wie sonst üblich erwarten. Daher sprach Hoffmann die dringende Empfehlung an alle Imker aus, die Zahl der Milben in den Völkern bereits jetzt zu kontrollieren. Sollten einzelne Völker mit zu hoher Belastung dabei sein, müssten diese behandelt werden. Behandelte Völker eignen sich besonders für die Ablegerbildung oder die Königinnenzucht.

Wie wird das Bienenjahr 2016?
Und wie wird das Bienenjahr 2016 nachdem in 2015 viele Imker eine der besten Honigernten der vergangenen Jahre schleudern konnten? Auf jeden Fall beginnt es gemächlich, da es von Januar bis Mitte März konstant kühl war und die Bienen erst mit Frühlingsbeginn ihre Aktivitäten steigern konnten. Damit sind erste Völkerdurchsichten und- kontrollen auch erst seit kurzem möglich. Doch bereits in gut zwei Monaten wird der Frühsommerhonig 2016 in Honiggläser und -eimer abgefüllt werden können – so wie jedes Jahr.  Dr. Jörg Klug