Mit fremden Federn – Nicht nur Native Americans trugen Federschmuck

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Das Marburger Leuchtfeuer 2016 geht an Lutz Götzfried

 Lutz Götzfried erhält am 1. Juni das Marburger Leuchtfeuer. Foto Stadt Marburg

Lutz Götzfried erhält am 1. Juni das Marburger Leuchtfeuer. Foto Stadt Marburg

Marburg 22.4.2016 (pm/red) Lutz Götzfried wird mit dem Marburger Leuchtfeuer im Jahr 2016 ausgezeichnet. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies wird die undotierte Auszeichnung am Mittwoch, 1. Juni – 11 Uhr, in einer Feierstunde im Historischen Saal des Rathauses überreichen. Die Laudatio hält der Diplom-Psychologe Roland Stürmer. Die Preisbegründung wird Egon Vaupel als Sprecher der Jury vortragen.

Ehrenamtlich leistet Lutz Götzfried seit 2003 Kulturarbeit mit seelisch kranken Menschen im Kaiser-Wilhelm-Turm. Der  von ihm mitgegründete Verein „Mobilo“ schafft Arbeitsplätze für Menschen mit psychischer Behinderung, die auf dem ersten Arbeitsmarkt wenig Chancen haben. Dabei fühlt sich der Verein dem Prinzip der Selbsthilfe gegen Arbeitslosigkeit und soziale Isolation verpflichtet. „Gutes Zusammenleben gelingt nur, wenn jede und jeder als respektierter und akzeptierter Teil der Gesellschaft leben kann.

Lutz Götzfried steht mit seinem Engagement genau dafür, dass Integration, Inklusion und Teilhabe funktioniert, dass sie auch auf der Ebene der Stadt die Menschen erreicht“, so Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Man ist nicht behindert, man wird behindert“ – dieser Leitgedanke sei für den Leuchtfeuer-Preisträger selbstverständlich und für ihn Anlass zum Dank an Lutz Götzfried.

Mit dem Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte würdigt die Humanistische Union (HU) unterstützt von der Universitätsstadt Marburg Götzfrieds herausragenden Einsatz für Selbstbestimmung und berufliche Integration. Gerade in einer Gesellschaft, die oft rücksichtsloses Durchsetzen an die Stelle von Solidarität setze, erfolge diese Auszeichnung ganz bewusst, so die siebenköpfige Jury. Lutz Götzfried unterstützt Betroffene dabei, ein selbstbestimmtes Leben inmitten der Gesellschaft zu führen, ohne sie dabei mit krankmachendem Druck und unnötigen Zwängen zu belasten.

Seit 2005 vergeben die Stadt Marburg und die Humanistische Union das Marburger Leuchtfeuer an Personen für deren herausragende Verdienste für die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft. Götzfried ist in ihren Augen ein weiteres würdiges Mitglied in der Gruppe der Ausgezeichneten. Neben sozial engagierten Marburgerinnen und Marburgern wie Käte Dinnebier, Sabriye Tenberken, Hilde Rektorschek und Dr. Bernhard Conrads haben in den Vorjahren auch bundesweit bekannte Persönlichkeiten wie Ulrike Holler, Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ, Prof. Dr. Dr. Dr. Rolf Schwendter, Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter, Katja Urbatsch, Dr. Ulrich Schneider und Inge Hannemann die Auszeichnung erhalten.