Einladung zum Marburger Friedensforum: Abrüsten statt Aufrüsten – Sicherheit neu denken

Marburg 10.08.2019 (pm/red) Krieg, Armut, Verzweiflung, Flucht – die Politik braucht Nachhilfe. Kampf um Ressourcen, Militäreinsätze und Rüstungsgeschäfte stehen dem Frieden im Weg. Noch mehr Geld für die Rüstung und Militäreinsätze? Nein – aktive Friedenspolitik …

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Arbeit und Bildung schafft Perspektiven fur Migranten

Praktikumsbesuch in einer Marburger Firma, die PCs repariert. „Bei diesem Teilnehmer kommt beispielsweise auch eine Anerkennung der Diplome aus Polen in Frage, um bessere Chancen zu haben“, sagt Kristina Wall. Foto nn

Praktikumsbesuch in einer Marburger Firma, die PCs repariert. „Bei diesem Teilnehmer kommt beispielsweise auch eine Anerkennung der Diplome aus Polen in Frage, um bessere Chancen zu haben“, sagt Kristina Wall. Foto nn

Marburg 30.6.2016 (pm/red) „Die Hälfte der Teilnehmer unserer Berufspraktischen Weiterbildung hat bereits während der Maßnahme eine neue Arbeit gefunden“, freut sich Kursleiterin Kristina Wall von Arbeit und Bildung e. V. in Marburg. Ihre Kollegin Tina Martinson ergänzt: „Und für die anderen konnten wir eine Perspektive erarbeiten und konkrete Schritte für die kommenden Wochen planen.“

Fünf Monate dauerte die „Berufspraktische Weiterbildung“, die Arbeit und Bildung im Auftrag der Marburger Arbeitsagentur speziell für die Zielgruppe der Migranten durchgeführt hat. Die meisten der arbeitslosen Männer und Frauen kamen aus Polen, andere aus Rumänien, der Türkei, dem Libanon und Ungarn.

„Das Besondere an dieser Weiterbildung ist, dass Bewerbungstraining, berufskundliche Kenntnisse und die Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Arbeit durch zwei Praktikumsphasen ergänzt werden“, erklärt Kristina Wall. Die Berufsfelder Metall und Verkauf bildeten die Schwerpunkte. Weil die meisten der Teilnehmer nur geringe Deutschkenntnisse besaßen, wurden viele Inhalte mit der Verbesserung der Sprachkompetenz verbunden. „Sprache ist nicht nur für Flüchtlinge wichtig, um eine dauerhafte Perspektive zu bekommen“, so Wall.

„In einfachen Jobs, in denen Menschen aus Osteuropa oftmals arbeiten, kann man sicher irgendwie durchkommen. Aber was, wenn die befristete Stelle nicht verlängert wird? Oder wenn eine gute Qualifikation nicht eingesetzt werden kann, weil es an der Verständigung hapert?“

Um mit jedem einzelnen Teilnehmer eine individuelle Perspektive zu erarbeiten, fanden in der Weiterbildung zahlreiche Einzelgespräche statt. „Wir ermutigen die Menschen, nicht stehen zu bleiben, sondern in der Zeit bei Arbeit und Bildung so viel mitzunehmen wie möglich. So sind beispielsweise die Bewerbungsmappen und die Kenntnisse, die am PC erworben wurden, auch über den Kurs hinaus ein Gewinn“, berichtet Tina Martinson.

„Ich fand es sehr gut“, sagt eine Teilnehmerin. „Am Anfang vielleicht nicht, weil ich dachte: was sollst du alles lernen, ich will doch arbeiten gehen. Aber am Ende hat es mir sehr geholfen und gut getan. Ich saß nicht zu Hause herum, habe Praktika gemacht und soll auch übernommen werden. Wer weiß, ob ich das alleine geschafft hätte.“