Nutzungsverzicht im Wald schadet Wald und Klima:  Nabu Hessen fordert eine großzügige Ausweisung von Wald-Wildnisgebieten

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Zweite Momberger Fledermausnacht am 28. August

Fledermaus, „Das große Mausohr“ Foto Klaus Bogon

Fledermaus, „Das große Mausohr“ Foto Klaus Bogon

Marburg 12.8.2016 (pm/red) Die Umwelt- und Naturschutzgruppe Momberg lädt im Rahmen der „Batnight 2016“ für Sonntag, 28. August zu einer abendlichen Exkursion mit der Marburger Biologin Sabine Schade ein. Treffpunkt ist um 18.00 Uhr im „Momberger Wirtshaus“. Viel Wissenswertes und Interessantes über diese Nachtschwärmer, die mit den Händen fliegen und mit den Ohren sehen können, erfährt man bei dieser Fledermausnacht. Nach dem gemeinsamen Bau von Fledermauskästen und einer Filmdokumentation sowie einem Kurzvortrag geht es anschließend mit dem Bat-Detektor auf Fledermausexkursion.

Die „European Bat Night“ oder „Europäische Fledermausnacht“ wird von Fledermausschützern in ganz Europa organisiert. Sie findet jedes Jahr am letzten Wochenende im August statt. Anliegen der Bat Night ist es, Erwachsenen und Kindern das Leben und den Schutz europäischer Fledermäuse näher zu bringen. Hierzu gibt es an vielen verschiedenen Orten in ganz Europa Informationsveranstaltungen und nächtliche Exkursionen zu den Fledermäusen.

Sie bewohnen Baumlöcher, Dachböden, leben in Kirchtürmen, verkriechen sich in Höhlen und Spalten und werden erst in der Nacht richtig munter. Weltweit gibt es etwa 900 Fledermausarten, davon 37 in Europa und in Deutschland 24. Es gibt sie bereits seit über 50 Millionen Jahren. Sie verfügen über ein beeindruckendes Raumgedächtnis und einen außergewöhnlichen Orientierungssinn und sind in der Lage, mit Hilfe ihres körpereigenen Ultraschall-Systems in dunkelster Nacht zu fliegen und sogar zwischen gut schmeckenden und ungenießbaren Insekten zu unterscheiden.

Mit Beginn der Dämmerung verlassen die Fledermäuse ihre Tagesruhestätten und begeben sich auf die Jagd. Dann werden bei der Exkursion bekannte Jagdgebiete der Fledermäuse in Momberg aufgesucht. Im Mittelpunkt der Exkursion steht das Detektieren der Fledermäuse. Dies bedeutet, dass die Ultraschalllaute, die von Fledermäusen bei der Jagd ausgestoßen werden, um ihre Beute zu orten, mittels eines Detektorgerätes hörbar gemacht werden. Je nach Art des Tones können dabei verschiedene Fledermausarten unterschieden werden. Zusammen mit der Sichtbeobachtung mit Handscheinwerfern kann man auf diese Weise einige Fledermausarten relativ genau bestimmen.

Thematisiert wird auch die Bedrohung der Fledermausarten und die Gefährdung ihrer Lebensräume durch menschliche Eingriffe und wie man diese Tierart durch entsprechende Hilfsmaßnahmen schützen kann.
Die Veranstaltung richtet sich speziell an Kinder, dieFledermäuse hautnah erleben können.