Corveyer Bücherschatz:  Universitätsbibliothek Marburg digitalisiert mittelalterliche Handschriftenbestände der Klosterbibliothek Corvey

Marburg 15.08.2019 (pm/red) Die Klosterbibliothek Corvey war eine der bedeutendsten Bibliotheken des Mittelalters. Mit der Säkularisation von 1803 wurde sie endgültig aufgelöst und der übrige Bestand größtenteils zerstreut. Heute ist der Aufbewahrungsort von ungefähr 160 …

Lesen Sie den gesamten Beitrag »
Philipps-Universität

Stadt Marburg

Verkehr

Kultur

Wohnen

Home » Allgemein, Soziales

Filmpräsentation und Podiumsdiskussion „Multiple Schicksale“

Marburg 10.1.2017 (pm/red) Am Montag, den 16. Januar findet im Kino Capitol in der Biegenstraße 8 in Marburg um 18.30 Uhr eine Podiumsdiskussion mit der Überschrift „Multiple Schicksale“, vom Kampf um die eigene Würde statt. Die Multiple Sklerose Selbsthilfegruppe (MS SHG) Marburg-Biedenkopf veranstaltet diese Diskussion im Zusammenhang mit ihrem 35jährigen Bestehen. Der Dokumentations-Film „Multiple Schicksale“ wurde auf Anregung der MS SHG Marburg-Biedenkopf ins Programm aufgenommen und wird am 16. Januar  im Kino Capitol um 17 Uhr gezeigt. Anschließend ist Gelegenheit gegeben, mit dem Filmemacher Jann Kessler, mit dem Diplom-Psychologen Jan Gramm vom Institut für Palliativpsychologie und mit dem Gruppenleiter Bernd Gökeler ins Gespräch zu kommen.

„Multiple Schicksale“ ist mit dem Übertitel „Auf der Suche nach den Chancen einer Krankheit überschrieben“. Genau das ist der Aufhänger, warum die MS SHG diesen Film zur Diskussion stellt. Es wird nicht wie oft üblich die Darstellung des Verlaufs von Chronischen Erkrankungen abgemildert oder auf die medizinische Behandlung reduziert. Der Film stellt unverstellt die Frage, die das Leben mit Chronischer Erkrankung für die Betroffenen jeden Tag wieder stellt, wie führt man trotz, mit oder gerade wegen der Erkrankung ein selbstbestimmtes Leben und erhält dabei die von jedem selbst definierte Würde.

Es ist ein zentrales Thema der MS SHG in ihrem Wirken nach Innen, auf die Betroffenen, aber gleichzeitig auch im Vermitteln nach Außen, auf die Gesellschaft, eine Gesellschaft die sich all zu oft rein über Leistungsfähigkeit definiert und Krankheit und Behinderung rein als Defizit. Chronische Kranke Menschen wollen vorrangig als Menschen behandelt werden und ihr Lebensweg nicht nur toleriert, sondern akzeptiert sein. Nicht immer ganz einfach, wie der Film zeigt.

Welcher Anteil ist bei Chronischer Erkrankung der Kampf mit der Erkrankung, der Kampf um die Entwicklung und den Erhalt der eigenen Persönlichkeit oder der Kampf um ein barrierefreies Umfeld. Besonders die Barrieren in den Köpfen sind schwer zu überwinden. Behindern ist heilbar!

Menschen mit Chronischen Erkrankungen, wie der Multiplen Sklerose, sind oft ausgeprägt kreativ und kraftvoll, wahre MeisterInnen des Lebens und trotz Rückschlägen oft lebensbejahend und lebensfroh. Daran lassen auch die 7 im Film Porträtieren keinen Zweifel aufkommen, sondern machen Mut. Die Podiumsdiskussion soll Gelegenheit schaffen ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen, im Kampf um die eigene Identität, den alle Menschen das ganze Leben ausfechten, mit oder ohne Chronische Erkrankung, mit oder vermeintlich ohne Behinderung. Alle Menschen sind auf Inklusion angewiesen, Multiple Schicksale sind überall.

Der Film wird außerdem an folgenden Terminen gezeigt:
Montag, 23. Januar – 17.30 Uhr Capitol
Mittwoch, 25. Januar – 19.30 Uhr Capitol