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Im Marburger Westen sollen Wohnungen gebaut werden – In 5 bis 7 Jahren erster Spatenstich

Am Hasenkopf soll ein großes Baugebiet entstehen. Die Fläche hat ein Potenzial von rund 900 Wohneinheiten. Quelle Stadt Marburg

Marburg 24.11.2018 (pm/red) In Stadtwald oberhalb von Ockershausen soll ein neues Wohngebiet entstehen. Am Oberen Rotenberg ist ein Lebensmittelmarkt mit einiger Wohnbebauung in Planung. Der Vorschlag zum Wohnungsneubau im Marburger Westen hat nach der Zustimmung durch den Magistrat nun dem Stadtparlament vorgelegen. Die Stadtverordnetenversammlung hat am 23. November 2018 den Weg freigemacht und den Auftrag für die nächsten Schritte und Planungsaufgaben erteilt.

Das Gebiet am Hasenkopf (Ockershausen/Stadtwald) mit einem Potenzial von etwa 900 Wohneinheiten wird mit Priorität vorrangig entwickelt. Es bietet günstige Voraussetzungen – wegen seiner Größe, der bestehenden und ausbaufähigen Infrastruktur sowie der sozialen Initiativen und Aktivitäten vor Ort. Der Ortsbeirat von Ockershausen sowie die Anwohnerinnen und Anwohner im Stadtteil stehen dem neuen Wohngebiet grundsätzlich offen gegenüber. Das haben ihre vielen Vorschläge und Ideen zur Ausgestaltung sowie das ganze Beteiligungsverfahren der vergangenen Monate gezeigt.

· Der Anteil an gefördertem Wohnungsbau im neuen Wohngebiet beträgt 30 Prozent. Zusätzlich soll es Flächen für Genossenschafts- und Gemeinschaftswohnprojekte, Mietwohnungen und Eigenheime geben – für eine möglichst große soziale Vielfalt an Menschen, die in dem neuen Gebiet leben werden.
· Die ÖPNV-Anbindung wird verbessert, um den Autoverkehr zu reduzieren. Auch die Forderungen des Ortsbeirats zur Verkehrsentlastung sowie alle weiteren Ideen und Bedenken werden in der weiteren Planung vertiefend untersucht, geprüft und nach Möglichkeit berücksichtigt und umgesetzt.
· Die Kuppe des Hasenkopfs selbst wird nicht bebaut. Seine Bedeutung als Rastplatz für Zugvögel wird zusätzlich zum vorgeschriebenen Artenschutzgutachten untersucht.

Eine besondere Herausforderung für ein neues Wohngebiet am Standort Hasenkopf ist der Umstand, dass die Fläche rund 40 Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern gehört, wird von der Stadtverwaltung mitgeteilt. Von den Gesprächen mit ihnen hängt – neben Prüfungen, Untersuchungen, Gutachten, Wettbewerb und weiteren Gremienentscheidungen – die erfolgreiche Entwicklung des Wohngebiets ebenfalls ab. Bei bestmöglichem Verlauf des ganzen Verfahrens ist mit dem ersten Spatenstich in fünf bis sieben Jahren zu rechnen.

Am Oberen Rotenberg/Marbach soll die Fläche bleibt als Siedlungszuwachsfläche im Regionalplan bleiben, eine Beplanung als Wohngebiet für 200 Wohneinheiten stellt die Stadt zunächst jedoch zugunsten der Priorität Hasenkopf.
Auf einem ehemaligen Gärtnereigelände entsteht ein Lebensmittelmarkt. Neben der Nahversorgung für die westlichen Stadtteile soll das den Verkehr entlassen, weil die Menschen zum Einkaufen nicht mehr durch die Innenstadt müssen.
Ebenfalls auf dem Gärtnerei-Areal angrenzend an den Lebensmittelmarkt wird Platz für ein kleines Bauprojekt (30 bis 40 Wohnungen) gesehen.·