Speicherung von Kohlenstoff im Ökosystem und Substitution fossiler Brennstoffe Klimaschutz mit Wald

Kassel 25.02.2021 Gastbeitrag von E. D. Schulze | J. Rock | F. Kroiher | V. Egenolf | N. Wellbrock | R. Irslinger | A. Bolte | H. Spellmann Ein Team von Wissenschaftlern aus dem Max-Planck-Institut …

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Kinostart VERLORENE – Drama um Missbrauch einer jungen Frau durch Vater

Marburg 17.01.2019 (pm/red) Das eindrucksvoll gespielte Drama um eine junge Frau, die über den Missbrauch durch ihren Vater schweigt und auch von ihrer Schwester keine Hilfe annehmen kann, um sich aus der ausweglosen Situation zu befreien, hat heute den Start in deutschen Kinos.
Für Maria ist Valentin die erste wirklich große Liebe. Als der Zimmermann auf seiner Walz im Sägewerk der Familie einkehrt, weiß Maria, dass ihre Gefühle für diesen jungen Mann sehr groß sind. Doch etwas hält sie zurück, sie kann nicht zu ihren Gefühlen stehen, diese auch nicht ausleben. Nur langsam entdeckt Marias jüngere Schwester Hannah den Grund dafür. Denn Maria ist ein Opfer der Übergriffe ihres Vaters.

Erwehren kann sie sich nicht, ihr fehlt die Kraft, der Mut. Hannah, die rebellischer und selbstbewusster als Maria ist, beschließt, ihrer Schwester zu helfen. Auch wenn Maria sich genau gegen diese Hilfe entschieden wehrt. Mit seinen starken Darstellern und seinem drastischen und brisanten Thema geht VERLORENE, der Film von Felix Hassenfratz, unter die Haut. Die Szenen sind von Hassenfratz kammerspielartig und minimalistisch in Szene gesetzt und authentisch im provinziellen Milieu verortet.
Was wirkt, sind die Blicke und Gesten der Figuren – und somit auch das überzeugend agierende Darstellerensemble, darunter Enno Trebs als Marias erste wirkliche Liebe und Clemens Schick, der als übergriffiger Vater die Ambivalenz zwischen Beschützer und Missbrauchender voll ausspielen kann.
Getragen wird der Film von Anna Bachmann und Maria Dragus als Hannah und Maria. Man spürt die enge Vertrautheit der beiden Schwestern, die nicht nur bluts- sondern auch seelenverwandt erscheinen und die tiefe Not ihrer schier ausweglosen Situation nur gemeinsam durchstehen können. Das Furchtbare, Drastische und Gewaltsame der Lage drückt Hassenfratz nicht in dem aus, was er zeigt, sondern in dem, was er durch die atmosphärische Dichte der Bilder erahnen lässt. Dies macht VERLORENE zu einem starken Drama, das sich mutig seinem schwierigen und hochbrisanten Thema stellt.