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Stadt Marburg will Zeichen gegen Atomwaffen setzen

Marburg 22.03.2019 (pm/red) Marburgs Oberbürgermeister  hat gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteherin Marianne Wölk den Städteappell der International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) unterzeichnet. Damit reiht sich Marburg in die Liste derjenigen Städte ein, die den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen unterstützen.

„Es ist wichtig, dass Städte sich äußern und Position beziehen, auch wenn Atomwaffen auf den ersten Blick als Stadt-Thema weniger präsent wirken. Städte sind Orte des konkreten Lebens und im Falle einer Nuklearkatastrophe würden sie zusammenbrechen“, machte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies die Wichtigkeit des Themas auf kommunaler Ebene deutlich. „Deshalb wollen wir mit dem Appell mehr Aufmerksamkeit dafür schaffen.“ Die Universitätsstadt Marburg ist auch seit längerem Mitglied der weltweiten Initiative „Mayors for Peace“, die sich ebenfalls für atomare Abrüstung einsetzt.

Zur offiziellen Unterzeichnung des Appells waren Sabina Galic und Maren Voigt von der Marburger ICAN-Hochschulgruppe gekommen. Sabina Galic zeigte sich erfreut darüber, dass die Gruppe die Stadt Marburg auf ihrer Seite habe. Die Hochschulgruppe wolle sich weiter mit anderen ICAN-AktivistInnen sowie nationalen und internationalen Friedensorganisationen vernetzen. Neben dem Städteappell gebe es von ICAN auch eine Erklärung für politische Abgeordnete, fügte Maren Voigt an.

Die Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg hatte im Februar auf Antrag der Linken beschlossen, dem ICAN-Städteappell beizutreten. ICAN ist ein globales Bündnis von mehr als 450 Organisationen in 100 Ländern, das 2007 gegründet wurde und 2017 den Friedensnobelpreis erhielt. Der deutsche Zweig von ICAN setzt sich seit 2014 für Völkerverständigung, Ächtung von Atomwaffen, Abrüstung und Frieden ein.

Neben der Stadt Marburg sind deutschlandweit bislang Mainz, Wiesbaden, Köln und Potsdam dem Städteappell beigetreten. International fordern auch große Städte wie Los Angeles, Manchester oder Sydney mit dem Appell ihre Regierungen auf, dem Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beizutreten.

Der Beschluss des ICAN-Städteappells im Wortlaut: „Die Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg ist zutiefst besorgt über die immense Bedrohung, die Atomwaffen für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt darstellen. Wir sind fest überzeugt, dass unsere Einwohner*innen das Recht auf ein Leben frei von dieser Bedrohung haben. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und langanhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen. Daher begrüßen wir den von den Vereinten Nationen verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen 2017 und fordern die Bundesregierung zu deren Beitritt auf.“