Mit fremden Federn – Nicht nur Native Americans trugen Federschmuck

Marburg 20.06.2019 (pm/red) Gastbeitrag von Ursula Wöll Das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur in Wiesbaden präsentiert eine ethnologische Sonderausstellung unter dem Titel „Mit fremden Federn“. Sie ist nicht nur prächtig anzusehen, sondern informiert auch …

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„Marburger Stadtgespräch“ –  Seenotrettung und Flucht: Autor und Marburger Sea-Watch-Ärztin berichten

Marburg 09.05.2019 (pm/red)  Miteinander ins Gespräch kommen über die wichtigen Themen des Zusammenlebens, das ist das Motto der neuen Veranstaltungsreihe „Marburger Stadtgespräch“. Austausch in Wohnzimmeratmosphäre: Vier GesprächspartnerInnen sitzen in sesselartigen Stühlen, hören einander zu, sprechen miteinander, beantworten Fragen aus dem Publikum. Beim „Marburger Stadtgespräch“, zu dem Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies interessante Menschen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft einlädt, berichten d Personen von ihren besonderen Erfahrungen oder Entdeckungen. So geht es weder um einen politischen Schlagabtausch noch um reine Bürgerinformation, sondern das Erleben von Erfahrungen anderer Menschen soll im Mittelpunkt stehen. Den Auftakt am Sonntag, 12. Mai, bildet das Thema „Seenotrettung und Flucht“. Eine Marburger Ärztin und ein junger Mann mit Fluchterfahrung geben Einblicke in ihre Erlebnisse.

 

Die Reihe startet  mit dem Thema „Seenotrettung und Flucht“ im Erwin-Piscator-Haus im Aktionsraum 2.  Dr. Thomas Spies moderiert die Gesprächsrunde mit Ruby Hartbrich, Rostam Nazari und Goarik Gareyan-Petrosyan. Los geht es zunächst mit einem 15-minütigen Video von einer Seenotrettung, das Ruby Hartbrich mitgebracht hat. Die Marburger Ärztin engagiert sich ehrenamtlich bei Sea-Watch und ist bereits mehrfach auf dem Seenotrettungsschiff Sea-Watch 3 mitgefahren.

Im Anschluss an das Video eröffnet Gesprächsrunde. Ruby Hartbrich berichtet von ihren Erfahrungen der Seenotrettung, vom alltäglichen Sterben, der Not von Menschen in Todesangst und von der Verpflichtung zur Hilfe für Menschen in Not. Rostam Nazari hat ein Buch über seine Fluchterfahrung geschrieben („Rostams Reise – Von Afghanistan nach Deutschland“), in dem er über sein Geburtsland, die Flucht in den Iran und den gefahrvollen Weg nach Deutschland sowie sein Leben auf der Suche nach Bildung, Frieden und Freiheit erzählt.

Die Vorsitzende des Ausländerbeirats Goarik Gareyan-Petrosyan spricht über die Rolle des Ausländerbeirats als Vermittler und Fürsprecher für Menschen aus anderen Ländern in Marburg. Sie lobt das Engagement der Stadt für Seenotrettung und betont, dass die Schwierigkeiten nach der Flucht nicht aufhören, sondern Integration eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.

Abschließend hab das Publikum Zeit, Nachfragen an die GesprächspartnerInnen zu richten und mit ihnen zu diskutieren, wird in der Einladung mitgeteilt.