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Wirksamer Protest gegen AfD-Veranstaltung am 18. Mai

 

Marburg 24.05.2019 (pm/red) Für den vergangenen Samstag hatte das Bündnis gegen Rechts Marburg zur Demonstration im Ortsteil Marburg-Bauerbach gegen eine Veranstaltung der AfD Marburg-Biedenkopf aufgerufen. Dem Motto „Zusammenstehen – für ein solidarisches Mittelhessen“ schloss sich ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, außerparlamentarische Bewegungen, Zivilgesellschaft, AnwohnerInnen und Parteien an. Über 1.500 Menschen folgten dem Aufruf und demonstrierten kreativ und lautstark gegen die AfD.

Dieser Vorstoß der AfD in die Marburger Stadtgesellschaft zielt auf eine weitere Verschiebung des demokratischen Diskurses ab. Bereits in der jüngeren Vergangenheit ist über die gleiche Taktik das faschistoide Gedankengut der AfD in die gesellschaftliche Mitte gerückt. Der neu gegründete AfD Ortsverband ist der parlamentarische Arm der schon lange vorhandenen reaktionären Kräfte in der Stadt. Für uns und unseren Protest war auch deshalb klar, dass wir den RassistInnen der AfD nicht kampflos den öffentlichen Raum überlassen werden“, erklärte jetzt Leonie Fröhlich vom Bündnis gegen Rechts.

Um die AfD-Veranstaltung waren zudem erneut Plakate und Sticker der sogenannten Identitären Bewegung aufgetaucht. Dies sei kein Zufall, denn die IB besteht aus rechten Burschenschafts-Kadern aus Marburg, die zum Teil auch beim Aufbau der AfD aktiv seien, wie in der Kampagne Stadt, Land, Volk nachzulesen ist, wird dazu weiterhin mitgeteilt.

Bereits im Vorfeld organisierte das Bündnis gegen Rechts mit Unterstützung von AnwohnerInnen Bauerbachs eine Infoveranstaltung im Bürgerhaus, um über die Veranstaltung aber auch die Gegenproteste aufzuklären. „Insbesondere war uns dabei wichtig Ängste und Befürchtungen der Anwohner*Innen ernst zu nehmen, die nicht nur von der AfD, sondern auch von den Behörden und durch Flyer der örtlichen CDU geschürt worden seien. Es sollte darüber aufgeklärt werden, dass keine Gefahr seitens der Gegenproteste gegenüber BürgerInnen bestehe. Der Protest habe sich einzig und allein gegen die Programmatik und die Kader der AfD gerichtet, sowie gegen „ihr faschistoides Gedankengut“, ergänzte Sebastian Müller.

Die Protestaktionen waren dabei so vielfältig und kreativ wie die TeilnehmerInnen der Demonstration. Zahlreiche Transparente, Banner und Schilder, die Demo-Zug und Vorgärten zierten, machten deutlich, dass es in Bauerbach keinen Platz gibt für rechte Hetze. Bereits vor Anfang der Veranstaltung waren DemonstrantInnen lautstark präsent, sodass auch das Bauerbacher Bürgerhaus, der Tagungsort, stetig bis weit über das Ende hinaus beschallt wurde. Gemeinsam standen die DemonstrantInnen für ein solidarisches Mittelhessen ein. Für Antifaschismus, Klimagerechtigkeit, offene Grenzen und eine Stadt für Alle, was auch spiegelbildlich von den Bündnis-Gruppen vertreten wird. Rassismus ist keine Antwort auf die soziale Frage, wird zusammenfassend mitgeteilt.

Aufgrund blockierter Zufahrtsstraßen verspätete sich Alexander Gauland. Als er den Veranstaltungsraum betrat seien nur 48 Personen anwesend gewesen, deutlich weniger als von der AfD erwartet worden waren. Der deutliche Gegenprotest habe viele der AfD-AnhängerInnen davon abgehalten die Veranstaltung zu besuchen. „Wir konnten die Veranstaltung maßgeblich stören und insbesondere deutlich machen, dass Veranstaltungen faschistoider AkteurInnen in Marburg und dem Umland keinen Platz haben. Auch in Zukunft gibt es hier keinen Fußbreit für die AfD“, artikuliert Leonie Fröhlich in der resümierenden Pressemitteilung.