Einsamkeit im Alter: Eine Bratwurst beim Stadtfest mitzuessen, wäre schon schön gewesen

Marburg 15.07.2019 (pm/red) „Wir haben Dich nicht gefragt, ob Du zum Stadtfest mitkommen willst, es ist doch zu beschwerlich für Dich“. Es stimmt, denkt die angesprochene, ältere und behinderte Person. Es wäre zu beschwerlich, aber …

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Philipps-Universität auf dem Hessentag in Bad Hersfeld präsent

Marburg 06.06.2019 (pm/red) Drei Projekte geben auf dem Hessentag in Bad Hersfeld Einblicke in Forschung und Lehre der Universität Marburg.  Von nützlichen Mikroorganismen über Insektenbeobachtung bis hin zur Frage, wie es ist, die Umgebung nur unscharf wahrzunehmen – am Hessentag 2019 in Bad Hersfeld stellen sich drei Projekte der Philipps-Universität vor, die an die vielfältigen Bereiche in Wissenschaft und Lehre heranführen: „Natur 4.0 – Naturbeobachtung mit vernetzter Sensorik und künstlicher Intelligenz“, „Synmikro – Die Welt der Mikroorganismen“ und „Kulturvermittlung inklusive“. Die Projekte heißen von Samstag, 8. Juni, bis Sonntag, 16. Juni, Besucherinnen und Besucher willkommen.

Natur 4.0 – Naturbeobachtung mit vernetzter Sensorik und künstlicher Intelligenz
Die Nachrichten zum Insektensterben in Deutschland haben den fortschreitenden globalen Artenverlust in das Bewusstsein vieler Menschen gerufen. Da eine dauerhafte Umweltbeobachtung durch Expertinnen und Experten bisher zu aufwendig war, sind belastbare Informationen zur Artenvielfalt in der Fläche trotz des Handlungsbedarfs nicht vorhanden. An dieser Stelle setzt der LOEWE-Schwerpunkt Natur 4.0 mit einem innovativen Monitoring-System an, um eine Beobachtungsgrundlage für einen nachhaltigen Artenschutz zu gewährleisten. Natur 4.0 kombiniert klassische Verfahren mit vernetzten Fernerkundungs- und Umweltsensoren, die an Drohnen, Robotern sowie Tieren angebracht werden. Die so gewonnenen Daten werden durch bürgerwissenschaftliche Ansätze und Anwendung von künstlicher Intelligenz ergänzt. Hierbei entsteht ein räumlich und zeitlich hochaufgelöstes Bild der Natur, welches die Grundlage für die Beforschung großer Wissenslücken und damit für die nachhaltige Einleitung einer Trendwende in der globalen Biodiversitätskrise bildet.
Freitag, 14. Juni, und Samstag, 15. Juni, jeweils 10-19 Uhr am Stand von „Hessen schafft Wissen“, Kurpark Bad Hersfeld

Synmikro – Die Welt der Mikroorganismen
Die Welt der Mikroorganismen hat für viele Menschen etwas Bedrohliches. Das muss nicht sein! Viele Bakterien, Pilze und andere Kleinstlebewesen sind Freunde und Helfer. Sie verrichten nützliche Arbeiten, wie die Verwandlung von Milch in Joghurt oder die Herstellung von luftigem Brot. Um ganz kleine Dinge ins Rampenlicht zu stellen, haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LOEWE-Zentrums SYNMIKRO eine Reihe von anschaulichen Beispielen und Mitmachaktionen vorbereitet. Mit Mikroskopen im Outdoorlabor können Besucherinnen und Besucher diesen Kleinstlebewesen, die sich im Alltag finden lassen, Auge in Auge begegnen. Erstaunlich aktiv sind Kleinstlebewesen in selbst gemachten Präparaten. Gäste des Hessentags können erleben, was in frischem Heu alles lebt. An DNA-Station können sie die Bausteine des Lebens, DNA, extrahieren, anfassen und betrachten und werden so einen Tag zur synthetischen Biologin oder Biologen und bauen das Leben nach neuen Bauplänen selbst zusammen.
Samstag, 8. Juni, und Sonntag, 9. Juni, jeweils 10-19 Uhr am Stand von „Hessen schafft Wissen“, Kurpark Bad Hersfeld

Kulturvermittlung inklusive
„Kulturvermittlung inklusive“ ermöglicht Besucherinnen und Besuchern, ein Konzept kennenzulernen, wie schlechtes Sehen dazu befähigt, ein Verständnis der Welt mittels der eigenen Phantasie zu bekommen. Mit verschiedenen Simulationsbrillen können Interessierte herausfinden, wie eng verbunden Sehen und Denken sind. Auch ein unscharf gesehener Gegenstand, eine verschwommene Ausstellungstafel oder ein auf Kontraste reduziertes Bild regt zum Nachdenken über die Welt an und eröffnet neue Zugänge. Warum dies sinnvoll sein kann, welche Ideen eine simulierte Verringerung der Sehkraft freisetzt und wie dieses Konzept zum Beispiel in einem Museum eingesetzt werden könnte, wird an einzelnen Stationen zum selbst Versuchen angeboten. „Kulturvermittlung inklusive – aus unscharfer Sicht die Welt verstehen“ ist ein Projekt des Instituts für Europäische Ethnologie der Philipps-Universität Marburg.
Freitag, 14. Juni bis Sonntag, 16. Juni, jeweils 10-19 Uhr am Stand des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK), Gelände Marktplatz, Messehalle 1, Bad Hersfeld (Stand/Block: Nr. 101 (A-I)