Nutzungsverzicht im Wald schadet Wald und Klima:  Nabu Hessen fordert eine großzügige Ausweisung von Wald-Wildnisgebieten

Kassel 08.01.2020 Gastbeitrag von Roland Irslinger | In der Wohlfühl-Ökoszene um Autor Peter Wohlleben herrscht die Meinung, man solle wegen des Klimaschutzes den Wald besser in Ruhe lassen statt ihn zu nutzen. In einer Studie …

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Workshop zu „Wohnen im Westen“ – Plädoyer für grünes Quartier am Hasenkopf

Marburg 05.07.2019 (pm/red)  Im vierten Workshop zur Vorbereitung des Städtebaulichen Wettbewerbes für das neue Wohnquartier am Hasenkopf ist es mit 60 Teilnehmenden diskursiv um die Themen Umwelt, Natur und Landschaft gegangen. Das Interesse an diesem Workshop ging über die Nachbarschaft im angrenzenden Stadtteil Stadtwald/Ockershausen und potentielle BewohnerInnen des neuen Quartiers am Hasenkopf hinaus. Umwelt- und Naturthemen interessieren viele, wird dazu von der Stadtverwaltung mitgeteilt.

Der Erhalt der schutzwürdigen Bereiche um den Hasenkopf und ihrer Wechsel- und Austauschbeziehungen wurde engagiert diskutiert, ebenso die Frage, wieso das Bauprojekt schon geplant werde, bevor alle Gutachten endgültig vorliegen.  In Marburg gebe es einen Bedarf an Hunderten bezahlbaren Wohnungen, wurd von OB Spies sangeführt. Das sei die größte soziale Herausforderung für die Stadt.

Dieie TeilnehmerInnen kamen an vier Thementischen zusammen – Grün im Quartier, umweltgerechte Quartiersentwicklung, Einbindung in die Landschaft und Naherholung.  Die Überlegungen und Anregungen der TeilnehmerInnen aus den vier Workshops sollen auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden und sollen in die Aufgabenstellung für den städtebaulichen Wettbewerb ein fließen.

Grünflächen im Quartier sollten naturbelassen gestaltet werden, Rondelle um großkronige Bäume könnten als Begegnungsorte dienen. Die TeilnehmerInnen wünschten sich Obstbäume und weitere essbare Pflanzen. Generell sollen heimische Pflanzenarten ausgewählt werden. Straßen sollten alleeartig angelegt werden, Böden so wenig wie möglich versiegelt. Regenwasser solle nach dem Abfließen für die spätere Verwendung gesammelt werden. Die Bebauung stellt man sich so niedrig wie möglich vor, zum Beispiel als Terrassenbau in den Hang, was auch die Einrichtung zusätzlicher Dachbegrünungen ermöglichen würde.

Die Übergänge zu den umliegenden Landschaften sollten fließend sein, zum Beispiel durch einen Park oder Grüngürtel, lauten Vorschläge. Die Idee für eine Brücke zum Stadtwald kam wieder auf.  Nach Möglichkeit solle der Lahnwanderweg in das Gebiet integriert werden und eine Gaststätte zur Rast und Zusammenkunft errichtet werden.

Die Ergebnisse des Workshops werden zusammengefasst und unter www.marburg.de/wohnenimwesten veröffentlicht. Im Herbst soll es eine Abschlussveranstaltung der Reihe geben.