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NaturFreunde mischen mit: Die Zeit für eine Verkehrswende in Hessen ist gekommen  

Volle Straßen in Marburg gehören zum längst lästigen Alltag. Sternbald-Foto Archiv Hartwig Bambey

01.01.2022 (pm) Hitzerekorde, Waldbrände, Überflutungen, Stürme, Gletscherschmelze – die allgegenwärtige Klimakrise fordert bereits heute ihren Tribut. Der deutsche Verkehrssektor ist maßgeblich daran beteiligt, denn der CO2 Ausstoß  ist seit 1990 nicht gesunken, sondern steigt sogar weiter an. Es besteht dringender Handlungsbedarf, die Verkehrswende heute zu organisieren.

Deshalb unterstützen die NaturFreunde die Initiative „Verkehrswende in Hessen“ und beteiligen sich an der Sammlung von Unterschriften für ein Verkehrswendegesetz. Gemeinsam mit anderen Umwelt- und Verkehrsverbänden sowie lokalen „Radentscheiden“ setzen sich die NaturFreunde für eine andere Verkehrspolitik in Hessen ein und machen sich stark für das Volksbegehren für ein hessisches Verkehrswendegesetz.

Der Anteil der umweltfreundlichen Verkehrsarten, also zu Fuß gehen, Radfahren und ÖPNV, soll auf mindestens 65 Prozent am gesamten Personenverkehr erhöht werden. Dazu wird gefordert: ein hessenweites Radwegenetz, ein flächendeckendes Liniennetz, kürzere Fahrzeiten und eine höhere Frequenz für den Öffentlichen Verkehr sowie mehr und attraktive Alternativen zum Autoverkehr in ländlichen Regionen.

Für das Volksbegehren werden 45.000 Unterschriften benötigt. Die NaturFreunde wollen mit 5.000 angepeilten Unterschriften dazu einen wichtigen Beitrag leisten, wird von ihnen in einer Pressemitteilung mitgeteilt. Nach den gesetzlichen Vorgaben kann dies nur auf den offiziellen Unterschriftenbögen erfolgen.

Bei https://innn.it/Verkehrswende-Hessen können kostenfrei Unterschriftenlisten und Rückumschläge bestellt werden. Das Porto übernimmt innn.it. Insbesondere in der 4. Coronawelle soll dies helfen, dass Menschen leichter und sicherer das Volksbegehren unterschreiben können. Denn: Es ist Zeit für eine Verkehrswende in Hessen, damit Fußgänger besser geschützt, der Radverkehr an Gewicht gewinnt und der ÖPNV stärker als bislang gefördert werden.

Für dieses Vorhaben werden viele unterstützende Hände und Köpfe gesucht und gebraucht, die an ihrem Wohnort Unterschriften sammeln und koordinieren sowie Infostände betreuen. Der Weg zu dem eigentlichen Volksentscheid über den Gesetzentwurf ist ein langer, der sich voraussichtlich bis zum Herbst 2023 erstrecken werde, lautet die Einschätzung.

In der ersten Phase sei es wichtig, möglichst viel mehr als die erforderlichen 45.000 Unterschriften bis Ende Juni 2022 zu sammeln. Damit werde gleich zu Beginn ein deutliches Zeichen für die dringend notwendige verbesserte Mobilität in Stadt und Land gesetzt, die den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer gerecht wird und einen zentralen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Eine Stärkung der Verkehrsteilnehmer:innen zu Fuß, per Rad und in öffentlichen Verkehrsmitteln werde nicht nur den motorisierten Individualverkehr senken, sondern damit auch die Zahl der Unfälle und Unfalltoten.