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Weihnachtswichtel und Wichteltür: Immer mehr auch in Deutschland

01.09.2022 (pm) Auch in deutschen Haushalten findet man im Advent immer öfter den berüchtigten „Elf on the Shelf“, sowie den klassischen, skandinavischen Weihnachtswichtel, dessen Markenzeichen die plötzlich erscheinende Wichteltür über der Sockelleiste ist. Die Verbreitung in Deutschland dürfte vor allem den sozialen Medien geschuldet sein, da dadurch sehr viel einfacher Kontakt mit Bräuchen aus anderen Ländern gegeben ist und Trends sich schnell etablieren können.

Streiche und Schabernack

Egal, um welche Version des Weihnachtswichtel es sich handelt, sie haben alle gemein, dass sie für ihre Wichtelstreiche bekannt sind. Diese sollen in erster Linie der Unterhaltung dienen, um den Kindern das Warten auf den Weihnachtsmann zu verkürzen, werden aber auch von Eltern häufig erzieherisch eingesetzt. Immerhin besteht die Aufgabe des Weihnachtswichtels auch darin zu überprüfen, ob die Kinder denn schön brav sind, damit sie zu Weihnachten auch reichlich beschenkt werden können.
Während in den skandinavischen Ländern „Nisse“, wie der Weihnachtswichtel dort genannt wird, anstelle des Adventkalenders zu finden ist, wird in Deutschland normalerweise beides parallel verwendet. Aus diesem Grund treten kleine Geschenke für die Kinder durch den Weihnachtswichtel auch eher in den Hintergrund, während der Fokus auf Streichen und Schabernack liegt.

Der Einzug des Wichtels

Traditionell findet der Einzug des Weihnachtswichtels am 1. Dezember statt. Allerdings hat das genaue Datum in Deutschland keinen Bestand und so locken viele Familien bereits im November, mittels selbst gebastelten Wichtellicht, einen Weihnachtswichtel an.
Wenn die Kinder schlafen, dann machen sich die Eltern normalerweise daran die Wichteltür, entweder gekauft oder selbstgemacht, anzubringen und diese mit Accessoires zu versehen.
Manchmal wird der Einzug aber auch etwas länger zelebriert, indem der Wichtel rund um die Wichteltür eine Absperrung einrichtet und Baustellenschilder aufstellt, um anzuzeigen, dass in den nächsten Tagen hier noch Arbeiten im Außenbereich vorgenommen werden.
Normalerweise wird der Einzug des Weihnachtswichtels auch von einem Brief begleitet, in welchem sich dieser vorstellt und erklärt warum er hier ist und was seine Aufgaben sind.

Weihnachtswichtel auf Instagram

Besonders auf Instagram erlebt alles rund um das Thema Weihnachtswichtel einen Boom. Ganze Profile ranken sich nur um die Gestaltung der Wichteltür oder um die Verwirklichung verschiedener Szenen im Wichtelformat.
Dabei ist dies aber nicht nur auf die Adventzeit beschränkt, denn bei vielen wurde der Wichtel zu einem dauerhaften Mitbewohner, der das ganze Jahr über für Unterhaltung sorgt. Haben solche Profile erst einmal eine gewisse Follower-Zahl erreicht, ist es nicht unüblich, dass eine Buchveröffentlichung folgt; entweder eine eigene Wichtelgeschichte oder eine Sammlung der schönsten und besten Ideen für den Weihnachtswichtel.
Der Trend scheint momentan keinen Abbruch zu finden, denn Jahr für Jahr steigt die Anzahl an themenspezifischen Suchen in Deutschland und so schießen immer mehr Wichtelprofile aus dem Boden.

Was halten die Kinder vom Mitbewohner?

Für die Kinder ist der Weihnachtswichtel jedes Jahr wieder ein besonders schöner Weihnachtsbrauch. Auch wenn ihnen die Trennung Ende Dezember immer sehr schwer fällt, können sie sich zumindest damit trösten, dass der Wichtel auch im nächsten Jahr wieder bei ihnen einziehen wird.
Um die Wartezeit darauf nicht ganz so lange erscheinen zu lassen, schreiben die meisten Weihnachtswichtel gerne auch während des Jahres den ein oder anderen Brief an „ihre“ Familien, um sie wissen zu lassen, wie es ihnen ergeht und was sie immer so machen.
Manche Familie schaffen es aber gar nicht sich von ihrem Wichtel zu trennen, wodurch diese dann einen dauerhaften Mitbewohner haben.

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