Ausstellung im Landesmuseum: Reise zum Vesuv – Anfänge der Archäologie am Golf von Neapel

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Wenn aus Reimkunst Gewalt wird – Deutsche Rapper im Boxring

02.09.2022 (pm) Rapper geben sich gerne martialisch in ihren Texten und pflegen da Bild des einsamen Stadt-Cowboys, der sich, aus einfachen Verhältnissen stammend, auf sich allein gestellt, im Großstadtdschungel durchsetzen muss, wobei es, wenn notwendig, auch zu purer Gewalt gegriffen werden muss. Die Belohnung ist ein Leben mit schicken Autos, noch schickeren Mädels, einem Haufen Geldscheine in der Tasche und vor allem mit viel Bling Bling. Manchmal kommt es in den Song-Texten oder auch über die Medien zum Beef zwischen dem einen oder anderen Interpreten. Meistens bleibt es jedoch beim Wortgefecht. Jetzt kommt es jedoch noch dicker.

Der neueste Trend ist, selbst in den Ring zu steigen, um den Konkurrenten richtig eins auf die Fresse zu geben. So stiegen kürzlich in Hamburg die zwei deutschen Rapper Sinan-G und Bözemann in den Ring und verhauten sich gegenseitig. Sie folgten damit dem Beispiel von YouTube Star Logan Paul und Rapper Gzuz, die sich schon im vergangenen Jahr in der Hamburger Ritze einen Boxkampf veranstalteten und sich eins auf die Mütze gaben.

Der Kampf zwischen den Rappern Sinan-G und Bözemann, der übrigens auf Twitch live übertragen wurde, eskalierte jedoch spätestens, als Bözemann nach Runde 5 aufgeben musste und die gegnerischen Fanlager ihrerseits die Fäuste fliegen ließen. Das Testportal betrugstest.com berichtete ausführlich. Das Ergebnis war eine wüste Prügelei im Saal, mit reichlich blauen Augen, Security und allem, was dazu gehört.

Einige Prominente äußerten sich im Nachhinein zu dem Geschehen. MontanaBlack sagte etwa: „Sinan-G und Bözemann haben gezeigt, wie man so eine Veranstaltung nicht machen sollte.“ Er hätte zudem schon am Anfang des Kampfes festgestellt, dass einige „Idioten“ im Publikum saßen. An der Organisation hätte es ebenfalls gehapert, da kaum Security da war. Aber, so relativierte er: Im Saal sei es schließlich auch „stickig und schwül“ gewesen.

Rapper Kollege Bushido, seinerseits in Fehde mit den Protagonisten im Ring, kommentierte in einer YouTube Reaction süffisant: „Selbst schuld“ und „Man kann schon davon ausgehen, dass bei einem Boxkampf zwischen Sinan-G gegen Bözemann ein sehr durchwachsenes Publikum sein könnte, das sollte man schon vorher wissen, eigentlich. Ich würde mich da gar nicht sehen. Wozu soll man diesen Boxkampf noch aufwerten, indem man dahin geht?“

Rap und Kampfsport kommen sich näher: Warum Logan Paul den deutschen Gangsterrapper Gzuz in Hamburg traf!

 Logan Paul hat neben seinen YouTube Aktivitäten den Boxsport für sich entdeckt und betreibt diesen ernsthaft. Mittlerweile ist er Profi und hat sogar schon einen Kampf gegen Floyd Mayweather absolviert, was beiden zusammen eine Börse von satten 50 Millionen US-Dollar einbrachte. Den Kampf sahen über eine Million Nutzer über einen Pay per View Anbieter. Insoweit kann man Logan Paul abnehmen, dass es ihm neben dem finanziellen Aspekt auch um sportliche Dinge geht, wenn er in den Ring steigt. Bei Rapper Gzuz sieht das jedoch anders aus. Hier steht eindeutig der Show-Aspekt im Vordergrund für so einen Boxkampf. Schließlich muss er seinen Fans, die von ihm den harten Ehrenmann erwarten, ein entsprechendes Bild abliefern. Der Boxsport passt dazu wie die Faust aufs Auge.

Letztlich war der Kampf zwischen Logan Paul und Gzuz jedoch tatsächlich ein reiner Show Act. Logan, der zuvor noch ankündigte, dass er es seinem Herausforderer richtig zeigen und „to get Gzuz so fucked up“ sehen möchte, schlug bei dem in Hamburgs Kultkneipe veranstalteten Kampf nicht ganz so hart zu. Der finanzielle Aspekt soll auch nicht im Vordergrund gestanden haben. Es gibt nach Logan Pauls Ansicht darum „durch die Welt zu reisen und Freunde zu gewinnen“.  

Die beiden scheinen nun tatsächlich Freunde geworden zu sein. Einige Zeit nach dem Kampf trafen sie sich wieder in Hamburg und alles lief ganz friedlich ab. Die Fans der beiden konnten sich anhand von Fotos davon überzeugen. Angehende Marburger Rapper mit Hang zum Boxen könnten zum Üben schon einmal hier vorbeischauen, um sich für einen Fight fit zu machen.

Insgesamt darf man gespannt sein, wer von den deutschen Rappen als Nächstes einen Kollegen herausfordert, um ihm zu zeigen, wer Chef im Ring ist. Als kleine Anregung für echte Rapper Boxer: Um den Nervenkitzel noch zu steigern, könnte man auch in einen MMA Käfig steigen und kämpfen, bis das Blut spritzt. Rein aus Publicity-Sicht würde so ein MMA Gefecht sicher noch mehr Viewer bringen.

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