MIMIKRY von Kerstin Brätsch in der Rotunde des Fridericianum

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Richtig gegen Abmahnungen widersprechen: Eine Anleitung

07.12.2022 (pm/red) Eine Abmahnung ist keine Seltenheit, Experten gehen pro Jahr von mindestens 1 Million Abmahnungen pro Jahr aus. Dabei führt längst nicht jede Abmahnung auch zu einer späteren Kündigung. Trotzdem sollten Abmahnungen ernst genommen und richtig reagiert werden, um schwere Konsequenzen zu vermeiden. Wer darüber hinaus der Meinung ist, die Abmahnung sei nicht gerechtfertigt, kann sogar rechtlich gegen eine Abmahnung vorgehen.

Grundsätzlich ist es immer besser, eine Abmahnung zu vermeiden, um die eigene Karriere nicht unnötig zu belasten. Vor allem wer plant, lange im gleichen Unternehmen auszusteigen, könnte in späteren Jahren bereuen, wenn eine Abmahnung aus den ersten Jahren der Unternehmenszugehörigkeit als Schandfleck in der eigenen Personalakte haften bleibt. Wer seiner Abmahnung widersprechen möchte, kann sich dafür auch professionellen rechtlichen Rat holen.

Schritt 1: Widersprechen

Wer sich ungerecht abgemahnt fühlt, legt zunächst beim Arbeitgeber Widerspruch ein. In einer Stellungnahme wird die Situation aus der eigenen Sicht geschildert. Das kann in einem persönlichen Gespräch mit den Verantwortlichen geschehen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das kommunikative Verhältnis nicht bereits unwiderruflich geschädigt ist. In diesem Fall wenden sich Mitarbeiter lieber an den Betriebsrat oder eine Schlichtungsstelle. Gibt es beides im Unternehmen nicht, sollte man möglichen direkten Konflikten besser aus dem Weg gehen und reicht seinen Widerspruch besser schriftlich ein. Sprechen Sie auch mit Kollegen und versuchen Sie mögliche Zeugen zu finden, die sich für Sie einsetzen würden.

Schritt 2: Zugang und Fristen

Eine Abmahnung muss im Original unterschrieben sein und per Post zugesandt oder persönlich übergeben werden. Sie muss zudem klar benennen, dass bei anhaltendem Fehlverhalten die Kündigung droht. Möchte ihr Arbeitgeber eine Abmahnung aussprechen, bestehen Sie in jedem Fall auf der korrekten Form. Eine bestimmte Frist gibt es nicht. Arbeitgeber können auch wegen eines Fehlverhaltens abmahnen, das weit in der Vergangenheit liegt. Insbesondere wenn es Grund zur Annahme gibt, dass sich das Fehlverhalten wiederholen könnte.

Der Widerspruch gegen die Abmahnung muss gemäß § 83 Abs. 2 BetrVG ebenso wie die Abmahnung selbst schriftlich erfolgen. Auch das dient zum Schutz der Rechte des Arbeitnehmers, denn selbst wenn der Widerspruch keinen Erfolg hat, muss er der Personalakte beigefügt werden, um später möglicherweise vor Gericht verfügbar zu sein. Um wirksam Widerspruch gegen die Abmahnung einzulegen, gibt es hingegen keine bestimmte Frist. Solange die Abmahnung Bestand hat, kann man sich auch rechtlich gegen sie wehren. Lässt man allerdings zu viel Zeit verstreichen, könnte das auch später vor Gericht als stille Zustimmung gedeutet werden. In der Regel kann man sich aber problemlos bis zu einem Monat Zeit lassen, um mit einem Widerspruch zu reagieren.

Schritt 3: Rechtfertigung der Abmahnung überprüfen

Es gibt einige formale Gründe, die eine Abmahnung unwirksam machen können. Die Abmahnung muss von einer weisungsbefugten Person im Unternehmen ausgehen. Außerdem muss sie eindeutig adressiert sein. Wenn das Fehlverhalten mehrere Mitarbeiter betrifft, kann nicht ein Einzelner dafür abgemahnt werden. Zudem muss die abgemahnte Pflichtverletzung im Verantwortungsbereich des Abgemahnten liegen. Mitarbeiter können nicht für Fehler gerügt werden, die im Grunde auf ein Versäumnis des Unternehmens oder eines anderen Kollegen zurückgehen. Sobald einer oder mehrere dieser Gründe vorliegen, ist ein Widerspruch sinnvoll.

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