MIMIKRY von Kerstin Brätsch in der Rotunde des Fridericianum

05.02.2023 (red) In der Reihe der Interventionen präsentiert das Fridericianum die Arbeit MIMIKRY von Kerstin Brätsch als komplexe, raumgreifende Installation eigens für die Rotunde im Zentrum der Kunsthalle entwickelt. Sie bildet den neuen Rahmen des …

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Holocaust-Gedenken in Landsynagoge Roth am 27. Januar

Landsynagoge Roth23.01.2023 (pm/red) Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar lädt der Landkreis mit dem Arbeitskreis Landsynagoge Roth und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Marburg zur Gedenkstunde in die Synagoge in Weimar-Roth.

Zum 78. Mal jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee im Januar 1945. Dieses Datum der Befreiung wird seit 1996 als bundesweit gesetzlich verankerter Gedenktag gewürdigt.

„Die kruden Vorwände der Nationalsozialisten zur Vernichtung von Millionen von Menschen waren zahlreich. Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen, Homosexuelle, politisch Andersdenkende, osteuropäische Staatsangehörige als vermeintliche ‚Untermenschen‘ waren die bekanntesten Gruppen von Menschen, die in den Vernichtungslagern und Tötungsanlagen der Nazis ermordet wurden. Heute gedenken wir aller Opfer des Holocaust“, betont Landrat Jens Womelsdorf.

„In unserem Landkreis stehen leider zahlreiche Orte in Verbindung mit den Verbrechen des sogenannten Dritten Reiches“, erläutert der Landrat. Der Erhalt der Landsynagoge Roth wie der Gedenkstätte KZ-Außenlager Münchmühle würden daher vom Landkreis unterstützt.

Dr. Annegret Wenz-Haubfleisch vom Arbeitskreis Landsynagoge Roth erinnerte an einen Ausspruch vom Mitglied der jüdischen Gemeinde in Roth, Herbert Roth, der 1938 als Jugendlicher in die USA auswanderte. „Er hat uns mit auf den Weg gegeben:

„Lasst uns unsere Kinder lehren, niemals stumm oder gleichgültig zu bleiben, wenn Hass und Diskriminierung gelehrt, gerechtfertigt oder unterstützt werden von irgendeiner Organisation und besonders von einer Regierung.“

Für den Arbeitskreis sist dieses Zitat zur Maxime geworden für die Gedenkarbeit und besonders für unsere Bildungsarbeit“ sagte Wenz-Haubfleisch.

An dem Abend tragen Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Weimar-Niederwalgern Berichte von jüdischen Zeitzeugen aus Roth, Fronhausen und Neustadt vor. Katharina Fendel und Selma Bonney-Raven begleiten mit Querflöte und Violine musikalisch.

Redebeiträge gibt es von Landrat Womelsdorf nund
Helmut Wöllenstein, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

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