02.04.2026 (pm/red) Von MdB Desiree Becker (Die Linke) wird die Reaktivierung der Hessen-Kaserne in Stadtallendorf kritisiert. Nach langem Katz-und-Maus-Spiel habe die Regierung endlich die Karten auf den Tisch gelegt: Die militärische Nutzung der Bundeswehrliegenschaften in Stadtallendorf wird fortgeführt. Eine zivile Nutzung sei ad acta gelegt.
„Die Bundesregierung gibt in ihrer Antwort auf unsere Anfrage 21/4313 an, dass beabsichtigt sei, die aktuell nicht genutzte Liegenschaft der Hessen-Kaserne „nach einer baulichen Herrichtung wieder zu nutzen, um den personellen Aufwuchs der Streitkräfte zu ermöglichen“, infomiert Becker.
Im Oktober 2025 wurde bereits durch ein Moratorium die mögliche zivile Nutzung militärischer Liegenschaften gestoppt. In Stadtallendorf betrifft dies das ehem. Betriebsstofflager (6,13 ha) sowie die ehem. Munitionsniederlage (23,32 ha). Dort wird zwar von einem Altlastenrisiko und Kampfmittelrisiko ausgegangen, trotzdem soll die erneute Nutzung vorbereitet werden.
Es wird hierfür jedoch schon jetzt mit enormen Investitionen gerechnet. In Hessen sind von 2026-2029 bereits Bauinvestitionen von um die 516 Mio. Euro eingeplant, um die Liegenschaften der Bundeswehr wieder in Stand zu setzen.
Desiree Becker: „Wir bedauern es sehr, dass die Bunderegierung sich wieder einmal für Aufrüstung und Militarisierung entschieden hat. Wir lehnen die weitere Militarisierung Stadtallendorfs ab. Unsere Jugend braucht gute Bildung, Perspektiven und sanierte Schulen. Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum und sichere Gesundheitsversorgung statt immer mehr Militär. Die Linke steht gegen eine drohende Wehrpflicht, gegen die Militarisierung unserer Schulen und unserer Gesellschaft.“
