Blumen aus nachhaltiger Produktion – Ob Valentinstag, Geburtstag oder Jubiläum

Kürzere Transportwege, gleiche Freude: Mit dem von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf entwickelten hydroponischen Verfahren können Zierpflanzen wie die Zinnie oben, schnell, umweltfreundlich und regional ohne lange Transportwege angebaut werden.

16.02.2026 (pm/red) Frische Blumen sind in Deutschland das ganze Jahr über beliebt – dafür werden Statista zufolge jährlich rund 3,8 Milliarden Schnittblumen und Zimmerpflanzen importiert. Die langen Transportwege und auch der Anbau verursachen hohe Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase. Deshalb entwickelt die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ein Konzept, mit dem Schnittblumen regional und umweltfreundlich angebaut werden können – zugleich eine wirtschaftliche Perspektive für mittelständische Gärtnereien.

Nachhaltige Konzepte lohnen sich auch wirtschaftlich

Die deutsche Gärtnereibranche erlebt derzeit einen Strukturwandel, legen Zahlen des Statistischen Bundesamts (DESTATIS) nahe: Immer weniger Betriebe bauen auf immer weniger Fläche Zierpflanzen an. Stattdessen werden die Blumen importiert – laut Statista meistens aus den Niederlanden, die aber oft nur als Umschlagplatz dienen. Denn viele Pflanzen stammen ursprünglich aus Afrika oder Südamerika und werden aufwändig per Schiff oder Flugzeug nach Europa transportiert.

DBU-Generalsekretär Alexander Bonde sieht nachhaltige Lösungen in doppelter Hinsicht als Ausweg: „Klimaschonende, regionale Konzepte schützen die Umwelt und lohnen sich oft auch wirtschaftlich – besonders für kleine und mittelständische Unternehmen.“ Ein solches Konzept für Gärtnereien entwickeln aktuell Forschende der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf unter der Leitung von Dr. Annette Bucher. „Ziel ist es, dass Betriebe auf bereits vorhandenen Gewächshausflächen umweltschonend und flexibel Schnittblumen und -grün anbauen können“, so die Projektleiterin.