
24.02.2026 (mm/red) „Aus den Expansions-Bestrebungen Biontechs in Marburg gegen Ende der Corona-Zeit wird wohl nichts.“ Das Pharmaunternehmen sehe sich nicht mehr an eine Abmachung gebunden“ berichtet die Oberhessische Presse (OP) am 24. Februar mit der Überschrift „Nächster Wirtschafts-Schlag für Marburg: Biontech lässt Görzhausen III-Kauf sausen“.
Weiter findet sich zu lesen: „Auf Ansiedlung, Massenproduktion und Milliardengewinne folgten Erweiterungspläne – stattdessen läuft ein Stellenabbau, und nun gibt es die Absage an eine nahende Expansion des Unternehmens in Marburg: Die Pharmafirma Biontech hat sich von Kauf und Bebauung des Gewerbegebiets Görzhausen III bei Michelbach verabschiedet.“
Bisheriger Partner für Biontech war die Marburger Stadtentwicklungsgesellschaft. Von dieser wurde „Görzhausen III“ als ein „Angebots-Bebauungsplan“ entwickelt, nicht als eine vorhabenbezogene Maßnahme mit konketem Investor. So muss man im Rathaus eine weitere schlechte Nachricht verkraften. Im Raum stehen bereits der Abbau von rund 1.500 Arbeitsplätzen zuvorderst bei CSL Behring.
Postiv sehen können dies wohl alleine die Bewohner von Dagobertshausen. An deren Ortslage würde das projektierte Erweiterungsgebiet „Görzhausen III“ bedrohlich nahe heranrücken.
Währenddessen kalkuliere die Stadt Marburg in den Haushalten bis 2029 weiter mit jährlichen Gewerbesteuereinnahmen zwischen 121 und 132 Millionen Euro, wird abschließend von der OP mitgeteilt. Eine deutlich kleinere Dimension in der zukünftigen Stadtentwicklung hat die Nachricht, dass sich die Lebensmittelkette Tegut von einer jahrelang angekündigten Ansiedelung am Oberen Rotenberg verabschiedet habe.
Die Wirtschaftskrise mit Deindustrialisierung und signifikantem Arbeitsplatzabbau hat Marburg erreicht. Auf die am 15. März 2026 zu wählenden Stadtverordneten warten viele und neue Aufgaben.
