
13.03.2026 (pm/red) Kaum hat sich der Winter verabschiedet, wird offenbar was in Gestalt von Schlaglöchern hinterlassen wurde. Mitarbeiter des Dienstleistungsbetriebs der Stadt Marburg (DBM) sind in diesen Tagendaher vermehrt im Einsatz, um die Löcher schnellstmöglich zu verfüllen, wird mitgeteilt.
Seit Ende des Winterwetters rücken in diesem Jahr täglich fünf Besatzungen aus, die Schlaglöcher in Marburger Straßen verfüllen. Ihr Auftrag ist es alle Straßen innerorts, für die die Stadt Marburg verantwortlich ist, abzufahren und Schlaglöcher zu beseitigen. Darüber hinaus gibt es Aufträge von den Straßenkontrolleuren der Stadt, die als Unfallgefahr unverzüglich erledigt werden müssen. Hinweisen der Polizei oder von Bürgern über den Mängelmelder wird schnellstmöglich nachgegangen.
Denn Schlaglöcher können nicht nur Schäden an Fahrzeugen verursachen. Sie sind auch eine ernsthafte Gefahr für alle, die mit dem Fahrrad unterwegs sind – vor allem, wenn sie mit dem Vorderrad in ein tiefes Schlagloch geraten. Im Bereich von Zebrastreifen oder Ampel-Übergängen können Schlaglöcher das Queren einer Straße zu Fuß behindern.
Große Schlaglöcher kosten mehr Zeit
Da der Stadt Marburg die Verkehrssicherungspflicht obliegt, ist es in ihrem Interesse, dass die betroffenen Straßen zügig ausgebessert werden. Die klassischen Schlaglöcher sind zwischen 10 und 30 Zentimeter breit und können vergleichsweise schnell ausgebessert werden. Oft reicht schon eine Flachschaufel Asphalt, der mit einem Handstampfer verdichtet wird.
„Es gibt aktuell viele Schlaglöcher, die weitaus größer sind und wegen des Mehraufwands auch umso mehr Zeit in Anspruch nehmen“, erläutert Janick Hofmann. Er gehört zu der „Task Force“, die sich aktuell täglich um Marburgs Straßen kümmert. Bislang haben sie in diesem Jahr bereits mehr als 650 Schlaglöcher verfüllt.

Niederschlag, Frost und mechanische Belastung
Grund für die zahlreichen und teilweise extrem großen Schlaglöcher ist die Witterung während der Wintermonate. Der Winter war nicht nur während der außergewöhnlichen Schneeereignisse besonders. Die Kombination aus Niederschlägen und mehrfachem starken Frost hat ein besonderes Nachspiel mit überdurchschnittlich vielen Schlaglöchern in Marburgs Straßen.
DBM-Mitarbeiter Moritz Neebe führt diesen Zusammenhang näher aus: „Das Niederschlagswasser unter der Asphaltdecke dehnt sich während jeder Frostperiode aus. Durch den starken Wechsel von starkem Frost und Tauwetter wird der Asphalt letztendlich sozusagen gesprengt.“ Die mechanische Belastung durch den notwendigen Einsatz von Räumschilden und Schneeketten sowie Salz im Rahmen des Winterdienstes habe sein Übriges getan.
Wenn er und seine Kollegen ausrücken, um die Löcher zu stopfen, muss es schnell gehen, denn die Arbeiten erfolgen oft im laufenden Straßenverkehr. Schnell muss es auch gehen, weil der 170 Grad heiße Asphalt im Thermobehälter auf der Ladefläche zügig verarbeitet werden muss. Die reparierte Fläche ist sofort wieder befahrbar. Anders sieht es beispielsweise an Bushaltestellen aus. Durch das Bremsen und Anfahren der Busse wird der frische Asphalt direkt wieder herausgeschleuder.. Für Ausbesserungen an solchen Stellen sind kurzzeitige Sperrungen nötig.
