Ausstellung „Licht. Linien. Lebensspuren.“ – Ein Vierteljahrhundert kreative Arbeit

01.04.2026 (pm/red) Seit 25 Jahren arbeitet Chris Schmetz unter dem Label behind-de-scenes an der Schnittstelle von Fotografie, Grafik und Text. In diesem Frühjahr feiert der Marburger Gestalter sein künstlerisches Jubiläum mit einer großen Ausstellung im Erwin-Piscator-Haus sowie einer neuen Vortragsreihe. 

Schmetz’ Arbeiten bewegen sich zwischen dokumentarischer Beobachtung und konzeptioneller Gestaltung. „Ich wollte nie nur schöne Bilder machen“, sagt der Künstler. „Mich interessiert, was hinter einem Moment steckt. Fotografie und Gestaltung bedeuten für mich, näher heranzugehen – an Menschen, an Situationen, an Stimmungen.“ Seine Werke machen Zusammenhänge sichtbar und erzählen Geschichten.

Ausstellung „Licht.Linien.Lebensspuren“

Am 20. März eröffnete im Erwin-Piscator-Haus die Ausstellung „Licht.Linien.Lebensspuren“. Gezeigt werden Arbeiten aus 25 Jahren kreativen Schaffens – grafische Werke ebenso wie inszenierte und dokumentarische Fotografien. Die architektonischen Gegebenheiten des Hauses ermöglichen eine vielschichtige Präsentation, die frühe und aktuelle Arbeiten in Beziehung setzt.

Besonders glücklich ist Schmetz, dass auch einige langjährige Wegbegleiter ihren Platz gefunden haben. „Der Teetrinker, das Rentier und die Straßenszenen in Paris begleiten mich schon lange. Sie stehen für das Spannungsfeld zwischen Zufall und Planung“, berichtet er. „Dieser Zwischenraum ist für mich einer der produktivsten Orte.“ 

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Außerdem freut sich Schmetz, dass er seine Ausstellung bei Führungen vorstellen kann. Dazu reisen Gäste sogar von außerhalb an, bald wird auch eine Kindergruppe durch die Räume schlendern. „Diese Führungen geben mir selbst immer wieder ganz neue Perspektiven auf meine Bilder“, so Schmetz.

Laufzeit: 20. Märt–26. Juli
 Mo–Fr, 9:00–18:00 Uhr
Biegenstraße 15, Marburg

Führungen: Auf Anfrage

Auftakt der Vortragsreihe: Indonesien

Am 14. Mai hält Schmetz in der Schreibstube Eva Finkenstädt den nächsten Vortrag seiner Reihe „Fenster in andere Welten“. Ab 19 Uhr nimmt er das Publikum mit auf die Kapverden. „Die Vielfalt des Inselstaats und die Offenheit der Menschen vor Ort hat mich begeistert“, sagt Schmetz. „Schön, dass sie ihre Lebensfreude dieses Jahr zur Fußball WM bringen.“

Künftig sind Vorträge an jedem zweiten Donnerstag in den ungeraden Monaten geplant. Die Reihe bietet Raum für die unzähligen fotografische Arbeiten, die in der Ausstellung nicht gezeigt werden können.

Für Schmetz ist das Jubiläum kein Abschluss, sondern ein Aufbruch: „25 Jahre sind ein Fundament. Ich sehe und arbeite heute bewusster, reduzierter – und zugleich vielfältiger.“