Frostwarnung für Kaninchen in Außenhaltung in Kassel
09.01.2026 (pm/red) Für die kommenden Tage seien in Kassel Außentemperaturen im zweistelligen Minusbereich vorhergesagt, wird aus dem Rathaus mitgeteilt. Vor diesem Hintergrund appelliert die städtische Amtstierärztin Dr. Benita Grünther an Kaninchenhalter, den Kälteschutz ihrer Tiere besonders im Blick zu behalten.
Grundsätzlich entspricht eine ganzjährige Außenhaltung den natürlichen Bedürfnissen von Kaninchen und wird daher auch im Rahmen der amtlichen Tierschutzüberwachung positiv bewertet. Kaninchen sind deutlich kälteunempfindlicher als hitzeempfindlich. Sinkt das Thermometer jedoch dauerhaft in den zweistelligen Minusbereich, kann auch für sie die Belastungsgrenze erreicht werden. Insbesondere gesundheitlich angeschlagene, unzureichend gehaltene oder nicht ausreichend versorgte Tiere sind dann gefährdet und können im schlimmsten Fall verenden.
Ordnungsdezernent Heiko Lehmkuhl betont: „Verantwortung gegenüber Tieren bedeutet, sie vor vermeidbarem Leid zu schützen. Bei Temperaturen unter minus zehn Grad gehören Kaninchen nicht ins Freie, sondern in geeignete, geschützte Bereiche.“
Für eine tiergerechte Außenhaltung ist ein strukturierter Auslauf unerlässlich. Dieser sollte für zwei Kaninchen mindestens sechs Quadratmeter groß sein und über einen ausreichend dimensionierten, witterungsgeschützten Bereich verfügen. Kaninchen sind dämmerungs- und nachtaktiv und bewegen sich auch in den kalten Stunden viel – Bewegung hilft ihnen, sich warm zu halten. Ist das Gehege oder der Käfig zu klein, fehlt diese wichtige Anpassungsmöglichkeit…
Neben Kaninchen gelte die Kältevorsorge selbstverständlich auch für andere Tiere in Außenhaltung, etwa Zwingerhunde oder Vögel in Volieren, wird informiert.


