Weiter Tarifverhandlungen für Servicekräfte im Krankenhaus
26.01.2026 (pm/red) In Frankfurt gehen am 27. Januar die Tarifverhandlungen für die Servicekräfte an kommunalen hessischen Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen in die vierte Runde, wird von ver.di mitgeteilt. Es gehe um die Löhne für alle, die in Reinigung, Küche, Wäscherei, Hol- und Bringdiensten und anderen Servicebereichen arbeiten.
Sie werden nach dem Sondertarifvertrag Service bezahlt, der niedriger liegt als der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, TVöD, der üblicherweise in Krankenhäusern angewandt wird. ver.di möchte die Servicekräfte an das TVöD-Niveau angleichen.
Forderung ungleiche Bezahlung beenden
Der Tarifkoordinator von ver.di Hessen und Verhandlungsführer Jens Ahäuser:
„Wir wollen diese Zweiklassengesellschaft schrittweise beenden. Derzeit gibt es dort für die selben Tätigkeiten Unterschiede in der Bezahlung von bis zu 900 Euro im Monat. Wir brauchen die Angleichung an den TVöD. Gleichzeitig wollen wir die betroffenen Bereiche auch weiterhin vor Ausgründungen schützen.“
Die Parteien hatten sich im November auf eine durchschnittliche Erhöhung der Stundenlöhne von 50 Cent als ein erstes Signal an die rund 2.000 betroffenen Beschäftigten geeinigt. Außerdem gab es die Verständigung, dass über die weiteren Anpassungsschritte verhandelt wird.
Für die Arbeitgeberseite ist bei den Verhandlungen der Kommunale Arbeitgeberverband Hessen verantwortlich. Anwender des Sondertarifvertrages sind zum Beispiel die Vitos Service GmbH, die MedServ GmbH der Lahn-Dill Kliniken, das Klinikum Fulda und das Alten- und Pflegezentrum des Main-Kinzig-Kreises.


