In der Stadt Marburg wurden 14 Parteien und Wählergruppen zur Kommunalwahl 2026 zugelassen

29.01.2026 (red) Für die Wahl der Stadtverordneten(versammlung) der Universitätsstadt Marburg wurden am insgesamt 14 Wahlvorschläge zur Kommunalwahl am 15. März 2026 zugelassen. Der Gemeindewahlausschuss tagte dazu am 16.01.2026 und per amtlicher Bekanntmachung wurden die Wahlvorschläge …

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Wochenrückblick: Historische Vergegenwärtigung in Deutschland und ostwärtige Verdrängung

Zeichnung von Otto Ubbelohde in der Hessen-Kunst, Kriegsausgabe 1914 –1915
© Bildarchiv Foto Marburg / Fotoreproduktion Thomas Scheidt

31.01.2026 (yb) In der heutigen Oline-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen findet sich zu lesen „Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat Russlands Präsident Wladimir Putin „Terror“ gegen die ukrainische Zivilbevölkerung vorgeworfen. Zugleich äußerte er im Redaktionsnetzwerk Deutschland Zweifel an der Friedensbereitschaft des russischen Machthabers. Bislang sehe er keine Anzeichen dafür, dass Russland ernsthaft Frieden will“, wird weiter ausgeführt. 

Wenige Tage zuvor hat im Deutschen Bundestag eine eindrucksvolle Gedenkveranstaltung mit Tova Friedman als Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau als Rednerin stattgefunden. In der medialen Berichterstattung wurde zumindest nicht unterschlagen, dass diese Befreiung von Soldaten der Roten Armee am 27. Januar 1945 geleistet wurde.

Dass am 27. Januar als identischem Monatstag 1944 nach 872 Tagen die deutsche Leningrader Blockade geendet hatte, der über eine Million hungernder Russen als Stadtbewohner zum Opfer gefallen waren, findet sich dagegen in deutschen Medien weithin nicht berichterstattet.

Dieses furchtbare Kapiel im deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion scheint dem gegenwärtigen Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius nicht bekannt, erinnerlich oder wichtig zu sein. Dem früheren Oberbürgermeister von Osnabrück (2006 – 2013) könnte und müsste man einige Kenntisse historischer Ereignisse zutrauen.

Immerhin ist Osnabrück zusammen mit Münster Ort der Aushandlung und Unterzeichnung des Westfälischen Friedens von 1648. Kontakt und Austausch mit seinem Parteifreund Klaus von Dohnanyi, erster Bürgermeister von Hamburg (1981 – 1988), könnte dem defizitären historischen Wissen und Bewußtsein von Pistorius Abhilfe schaffen. 

Vielleicht dämmert demnächst einigen der Gedanke, dass für nicht wenige Mitglieder unserer derzeigen Bundesregierung und für sie handelnder Repräsentanten, wie auch für Politiker insbesondere in den baltischen Staaten, eine (Nach-)Schulung in so etwas wie einer „Ostseebrücke“ förderlich sein könnte.  Ob sie nun „vom Völkerrecht“ kommen, als „Young Global Leaders“ vom Weltwirtschaftsforum gefördert wurden oder, wie der derzeitige Bundeskanzler Friedrich Merz, für die größte US-amerikanische Investmentgesellschaft Blackrock tätig gewesen sind.

Achtstunden-Tag, Fünf-Tagewoche, die Bundesrepublik Deutschland als Sozialstaat u.v.a.m. sind hart erarbeitete historische Errungenschaften und Besitzstände, die von führenden Regierungsmitgliedern in CDU und SPD derzeit angegangen werden – nicht zu sagen und Beschuss genommen werden.

Zeitenwende, Epochenbruch und Westorientierung von EU und den europäischen NATO-Ländern bedürfen dringener Überprüfung. Das Starren gen Osten und Milliarden schwere Geldtransfers in die Ukraine, dazu nicht enden sollende Waffenlieferungen, erweisen sich längst als lastende nicht durchhaltbare schädliche geopolitische Fehlorientierung. 

In Kiew stehen eisige Temperaturen bis -30 Grad Celsius bevor. In Deutschland leeren sich die Gasspeicher rapide und sehr teures US-Frackingsgas lastet auf schmalen und enggeschnürten Haushaltskassen von Millionen Deutschen.

Es ging und ginge ganz anders, bezahlbar, industrieorientiert und auf friedlichen Ausgleich statt überbordende Aufrüstung ausgelegt.

„Rührt euch!“ Herr Bundesverteidigungsminister – und besinnen Sie sich auf deutsche Geschichte vor 81, 82 Jahren und in den 1970er Jahren.

 

 

 

 

 

Holocaust (oder der Shoa) 

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