03.03.2026 (pm/red) In der Wilhelmshöher Allee 4 in Kassel entsteht ein neues Studentenwohnheim. Dafür stellt das Land Hessen dem Studierendenwerk Kassel unentgeltlich ein Grundstück im Wege des Erbbaurechtes bereit, wird aus Wiesbaden mitgeteilt. Das Grundstück wird derzeit noch für die Baustelleneinrichtung des Tapetenmuseums genutzt. Sobald die Fläche dafür nicht mehr gebraucht wird, könne der Bau für das Wohnheim starten. Das soll voraussichtlich 2028 der Fall sein und Platz für 200 Studierende bieten, wird mitgeteilt.
„Das Gelände neben dem geplanten Tapetenmuseum eignet sich hervorragend für ein Studierendenwohnheim: Die Hochschulstandorte Holländischer Platz und Wilhelmshöher Allee liegen in Laufweite“, erläutert Wissenschaftsminister Timon Gremmels.
Mit dem Bau solle Studierenden die Wohnungssuche in Kassel erleichtert werden. Zugleich werde der angespannte sozialen Wohnungsmarkt in Kassel entlastet. Eine gute Wohnsituation sei Grundlage, um erfolgreich studieren zu können und schaffe die bestmöglichen Bedingungen zum Abschluss eines erfolgreichen Studiums, so der Minister.
„Wer in Hessen studiert oder eine Ausbildung macht, darf nicht an zu hohen Mieten scheitern. Bezahlbares Wohnen ist eine Frage von Chancengerechtigkeit. Deshalb fördern wir seit Jahren gezielt den Bau von Studierendenwohnheimen – mit konkreten Ergebnissen“, ergänzt Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori.
„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen und die Unterstützung der Landesregierung. Sobald die Voraussetzungen für die Bebauung geklärt sind, werden wir loslegen und auf diesem attraktiven Grundstück ein ebenso attraktives Studierendenwohnheim entwickeln,“ kommentiert Christa Ambrosius, Geschäftsführerin des Studierendenwerks Kassel.
Die Baukosten können zusätzlich durch Darlehen und Zuschüsse aus der sozialen Wohnraumförderung des Landes gefördert werden. Das Studierendenwerk klärt derzeit noch planungsrechtliche Fragen und untersucht den Baugrund. Danach startet es mit den konkreten Planungen.
Mit dem Neubau in der Wilhelmshöher Allee wird die ursprüngliche Idee, durch Umbau und Sanierung das ehemalige Polizeipräsidium in ein Studierendenwohnheim umzuwandeln, aufgegeben. Nach genauerer Analyse ließe sich in dem denkmalgeschützten Altbau kostengünstiges studentischen Wohnen nicht so wirtschaftlich ermöglichen, wie es bei dem jetzt geplanten Neubau der Fall ist.
